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Die Auswahl der Oscar-Preisträger ist komplizierter geworden.

Oscar-Preisträger auswählen ist komplizierter geworden

Beverly Hills - Die Wahl der Oscar-Preisträger wird komplizierter als bisher. Die Wahlberechtigten dürfen nicht mehr nur einen Namen ankreuzen, sondern müssen sich ein differenzierteres Urteil bilden.

Vor früheren Oscar-Verleihungen war die Wahl des Preisträgers für den besten Film ziemlich einfach: Die Mitglieder der Filmakademie öffneten ihre Stimmzettel, suchten ihren Favoriten aus, und der Kandidat mit den meisten Stimmen machte das Rennen. Doch in diesem Jahr verläuft die Kür anders, denn statt der bisher üblichen fünf Filme kamen zehn in die Vorauswahl, und dies hat den Entscheidungsprozess komplizierter gemacht. Die Stimmzettel wurden vor knapp zwei Wochen an die 5.777 stimmberechtigten Mitglieder der amerikanischen Filmakademie, der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), versandt.

Die Mitglieder wurden aufgefordert, ihren Oscar-Favoriten in jeder Kategorie zu benennen - außer für den besten Film. Dort sollen sie eine Rangliste angeben: Ihr Favorit bekommt eine eins, der nach ihrer Ansicht Zweitbeste eine zwei, und so weiter. Mitarbeiter von PricewaterhouseCoopers, der Firma, die die Oscar-Stimmen seit 76 Jahren auszählt, bestimmen dann, welcher Film am besten abgeschnitten hat. Und zwar nach einem System, das in den USA auch bei einigen Kommunalwahlen und alljährlich für die Nominierung der Oscar-Kandidaten angewendet wird.

Dazu treffen sich Rick Rosas und Brad Oltmanns, Teilhaber von PricewaterhouseCoopers, in einem fensterlosen Raum an einem geheimen Ort. Sie sortieren die Stimmzettel nach den Erststimmen je Film. Es gibt dann also einen Stapel mit Zetteln, auf denen “Avatar“ an erster Stelle steht, einen weiteren mit Stimmzetteln, auf denen “Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ vorne liegt, einen dritten mit “Up in the Air“ als erste Wahl, und so weiter.

Breite Berücksichtigung aller abgegebenen Stimmen

Der kleinste Stapel entfällt auf den Film mit den wenigsten Erststimmen. Dieser Film scheidet damit aus dem Wettbewerb aus, die abgegebenen Stimmen werden aber auf die verbliebenen Stapel verteilt, und zwar je nach Zweitstimme. “Wir sichten die erste Wahl der Wähler, und dann schauen wir, welcher Film eine Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme hat.“ Nach diesem Verfahren gehen Rosas und Oltmans Film für Film so lange vor, bis einer 2.889 Stimmen - eben jene 50 Prozent plus eine Stimme - auf sich vereinigt hat. Dieser Kandidat ist dann der Gewinner des Oscars für den besten Film. Diese Vorgehensweise sei einfach die beste in einem System mit zehn Kandidaten, sagt Oltmanns.

Denn andernfalls könnte theoretisch ein Film als Sieger hervorgehen, der nur elf oder zwölf Prozent aller Stimmen erhalten hat. So aber sei eine breite Berücksichtigung praktisch aller abgegebenen Stimmen sichergestellt. Die Auszählung beginnt ab dem Nachmittag des 2. März, bis dahin müssen alle Stimmzettel bei PricewaterhouseCoopers eingegangen sein. Gut für die Filmfans weltweit, dass sie mit der Rechnerei nichts zu tun haben - sie können bei der Oscarverleihung in der Nacht zum 8. März ganz entspannt auf die Bekanntgabe der Sieger warten.

Jungstars sollen Oscar-Verleihung aufpeppen

Gleich vier der angesagtesten Jungstars in Hollywood sorgen bei der diesjährigen Oscar-Verleihung für frischen Wind. “Hannah Montana“-Star Miley Cyrus, Zac Efron (“Highschool Musical“) und die beiden “Twilight“-Stars Kristen Stewart und Taylor Lautner werden die Riege der Präsentatoren verstärken, wie die Organisatoren am Montag (Ortszeit) bekanntgaben.

Die jungen Gesichter sollen die Einschaltquoten bei der Fernsehübertragung am 7. März in die Höhe treiben. Die Träger der Ehrenoscars werden in diesem Jahr von Sean Penn, Kate Winslet und Penelope Cruz verkündet.

DAPD

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