Oscar-Verleihung: Gewinner Clint Eastwood

- Hollywood - Der amerikanische Regisseur und Schauspieler Clint Eastwood ist der strahlende Gewinner der diesjährigen OscarNacht. Für das Boxer-Drama "Million Dollar Baby" nahm die 74 Jahre alte Hollywood-Legende Eastwood am Sonntagabend (Ortszeit) in Hollywood den Preis für den besten Film des Jahres und den RegieOscar entgegen. Auch zwei Schauspiel-Preise gingen an Eastwoods Werk: Hilary Swank wurde als beste Hauptdarstellerin, Morgan Freeman als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Die deutschen Oscar-Hoffnungen auf die 77. Academy Awards sind dagegen geplatzt: Das als beste Auslandsproduktion nominierte HitlerDrama "Der Untergang" von Oliver Hirschbiegel ging leer aus. Stattdessen würdigten die Mitglieder der Filmkunst-Akademie den spanischen Beitrag "Das Meer in mir" (Mar adentro). Auch der nominierte deutsche Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" konnte sich nicht durchsetzen. Zuletzt hatte die Münchner Regisseurin Caroline Link vor zwei Jahren für das Drama "Nirgendwo in Afrika" einen Oscar in Empfang nehmen können.<BR><BR>Der mit insgesamt elf Nominierungen favorisierte Film "Aviator" von Martin Scorsese konnte zwar fünf Auszeichnungen sammeln, wurde aber in den Königs-Kategorien Film, Regie und Hauptdarsteller nicht berücksichtigt. Die Australierin Cate Blanchett wurde für ihre Rolle als Katharine Hepburn in dem Film als beste Nebendarstellerin gewürdigt. "Aviator" erhielt auch Oscars für Kamera, Ausstattung, Kostüme und Schnitt.<BR>Als bester Hauptdarsteller feierte das Gala-Publikum im voll besetzten Kodak Theater allerdings nicht den "Aviator"-Star Leonardo DiCaprio, sondern Jamie Foxx. Der 37-Jährige spielt in der MusikerBiografie "Ray" die Soul-Legende Ray Charles und war auch als Nebendarsteller in dem Thriller "Collateral" nominiert.<BR><BR>Zum besten Animationsfilm wurde "Die Unglaublichen" von Brad Bird gekürt. Der 80-jährige Regisseur Sidney Lumet ("Das Urteil", "Wenn es Nacht wird in Manhattan") freute sich über die Ehrung seines Lebenswerkes.<BR>Mit seinem jüngsten Oscar-Triumph kann Clint Eastwood an den Erfolg mit "Erbarmungslos" (Unforgiven, 1992) anknüpfen. Auch damals wurde er gleich doppelt als Regisseur und für den besten Film gefeiert. Sein jüngstes Drama erzählt die Geschichte eines alternden Box-Trainers (Eastwood selbst als Darsteller), der nur widerwillig einwilligt, eine ehrgeizige junge Frau (Swank) zu trainieren. Die beiden wachsen langsam zu einem Team zusammen. Doch in einem dramatischen letzten Kampf wird die Boxerin lebensbedrohlich verletzt, der Trainer fühlt sich dafür verantwortlich. In Deutschland kommt der Film am 24. März in die Kinos.

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