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tz-Redakteur Armin Geier durfte Ottfried Fischer (63) am Freitag an seinem Krankenbett besuchen.

“Ich dachte, es geht zu Ende“

Große Sorge um Otti Fischer: Lebensgefahr nach Blutvergiftung

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München - Otti Fischer (63) hat eine Blutvergiftung erlitten, kam auf die Intensivstation. Der Auslöser war ein seltener Keim. Doch die Ärzte retteten ihm das Leben.

Ein bisserl schwach ist er noch. Und müde – aber wenn’s ums Frotzeln geht, ist Otti schon wieder ganz der Alte. „Nächstes Jahr mach ich den Nockherberg. Ich muss nur noch mit der Brauerei reden“, sagt er augenzwinkernd. Gleichzeitig zieht sich der 63-Jährige in seinem Krankenbett hoch. Ja, Otti – den tausende Fans wegen seiner Rollen als Der Bulle von Tölz, als Pfarrer Braun oder als Sir Quickly in Irgendwie und Sowieso lieben – liegt in der Klinik. Letzte Woche stand es richtig schlecht um Bayerns beliebtesten Kabarettisten. Intensivstation! Lebensgefahr! „Ich habe einen Kurzurlaub beim Brandner Kaspar gemacht“, so sein trockener Kommentar. „Ich dachte: Jetzt geht’s zu Ende.“ Der Grund des Zusammenbruchs: eine Blutvergiftung – ausgelöst von einem seltenen Keim.

Zum Glück ist Otti wieder über den Berg. Seine Absage als Gast beim Derblecken am Mittwochabend ließ jedenfalls die Gerüchteküche hochkochen: Aus Krankheitsgründen habe er abgesagt. Schnell munkelten manche gar, dass sich seine Parkinson-Erkrankung extrem verschlimmert habe.

Dem ist aber nicht so, wie der Kabarettist der tz am Krankenbett erzählt. Tatsache ist: Otti suchte vor wenigen Wochen eine Fachklinik in München auf, um sich neu „einstellen“ zu lassen, wie das bei Parkinson-Leidenden heißt. Vereinfacht gesagt: Bei der Krankheit ist durch die Gabe von Dopaminersatzstoffen eine Linderung der Symptome möglich. Die müssen aber perfekt dosiert werden. Der Patient bleibt dann meist zwei bis drei Wochen in der Einrichtung – unter Betreuung der Ärzte. Zudem nutzt Otti die Aufenthalte dort immer, um brav abzuspecken.

Otti Fischer: „Ich dachte, das war es jetzt“

Und dann passiert es: „Als ich eines Tages in meinem Krankenzimmer stand, wurde mir schwarz vor Augen“, erzählt Otti. „Ich dachte, das war es jetzt.“ Der 63-Jährige bricht zusammen. Sofort wird er in das Krankenhaus Schwabing verlegt, kommt auf die Intensivstation. Dort liegt er mehrere Tage, ist nicht bei Bewusstsein. „Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern.“

Die Ärzte stellen fest, dass Otti sich einen seltenen Keim eingefangen hat. Wohl schon vor dem Klinik-Aufenthalt. Und dann wird alles noch schlimmer: Weil sein Körper so geschwächt ist, bekommt er noch eine Lungenentzündung. Die Mediziner kämpfen um sein Leben. Mit Erfolg!

Mittlerweile geht es Otti Fischer wieder besser.

Vor ein paar Tagen durfte Otti die Intensivstation wieder verlassen. „Jetzt liege ich hier und versuche, wieder topfit zu werden“, erklärt der Schwabinger. In gut einer Woche soll es schon mit der Reha losgehen. „Ich will ja so schnell wie möglich wieder auf der Bühne stehen.“ Die Fans brauchen sich also keine Sorgen zu machen. „Ich habe dem Brandner Kaspar gesagt, dass ich noch keine Lust auf ihn habe.“

Mittlerweile arbeitet Otti sogar wieder an neuen Texten, direkt im Krankenbett – mit seinem Laptop auf dem Schoß. „Ich kann es gar nicht erwarten, hier rauszukommen. Aber weißt du was: Immerhin hab ich fast 30 Kilo abgespeckt. Das ist doch was, oder?“ Stimmt – aber die Fans werden sich vor allem über eins freuen: Dass ihr Otti bald wieder wohlauf ist.

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