Schock-Diagnose beim FC Bayern: Nächster Star fällt wochenlang aus

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"Overground" und "Preluders" beim Tourauftakt in Ulm gefeiert

- Ulm - Stimmlich macht begeisterten Teenagern auch kein "Popstar" etwas vor: Als die vier Jungs von Overground in der Ulmer Messehalle am Mittwochabend als letzte Gruppe auf die Bühne springen, gehen ihre ersten Töne im ohrenbetäubendem Kreischen der überwiegend weiblichen Fans unter.

<P>Tapfer lächelnd singen und tanzen Akay, Ken, Marq und Meiko gegen den Krach aus vielen hundert nicht gecasteten Kehlen an. Routiniert, als stünden sie nicht zum Auftakt ihrer allerersten Deutschland-Tournee auf der Bühne, singen die Sieger der ProSieben-Castingshow "Popstars - Das Duell" vom vergangenen November von Liebe und Sehnsucht, Nähe und Enttäuschung.</P><P>Auch die ihnen im Fernseh-Duell unterlegene Mädchenband Preluders, mit der Overground gemeinsam auf Tour ist, war zuvor begeistert empfangen worden. Ihr Auftritt beginnt mit einem Strip: Tanzende Blaumänner-Trägerinnen reißen Anne, Anh-Thu, Miriam, Rebecca und Tertia die Schlabberklamotten vom Leib. In engen Jeans und bauchfreien Oberteilen kennt man sie eher - kann also auch lauter schreien.</P><P>Outfit und Styling ist alles bei den jungen Stars - jeder gekonnt aufreizende Griff in den männlichen Schritt, jeder wackelnde weibliche Hintern wird von dem blutjungen, Teddybären schmeißenden Publikum bejubelt. Der Funke von den Künstlern zu den Fans springt sofort über: Schon die mehrmals wiederholten Videoclips der Stars, die links und rechts der Bühne laufen, werden hemmungslos beschrien. Die vielen Mütter und Väter, die ihre minderjährigen Töchter und Söhne zum Konzert begleitet haben, halten sich die Ohren zu und lächeln milde. Einige haben sich in die Ecken der längst nicht mit Fans ausgefüllten Halle zurückgezogen.</P><P>Die noch nicht ganz bis zur Perfektion einstudierten Tanzschritte - synchron wirbelnde Arme, im Gleichschritt maschierende Beine - sind Markenzeichen beider "Popstars"-Gruppen. Die Jungs und Mädels auf der Bühne sind ununterbrochen in Bewegung - ein Muss für heutige Jugendbands, denn die an schnelle Videoschnitte und rasante Computerspiele gewöhnte Fangemeinde will mit Reizen überschüttet werden.</P><P>Das musikalische Repertoire von Overground und Preluders ist überschaubar - "I Wanna Sex You Up" oder "Everyday Girl" kennt jeder Konzertbesucher auswendig. Ständiger TV-Promotion und Radio- Berieselung sei dank. "Ihr seid ein geiles Publikum" loben die vier Jungs und die fünf Mädels immer wieder. Denn ob flott und poppig oder getragen und balladenartig - das Publikum dankt seinen Idolen für jedes Lied durch Mitsingen, Mittanzen und Mitklatschen. Und den von den Preluders gecoverten R.E.M.-Song "Losing My Religion" können sogar die Mütter der zwölfjährigen "Popstars"-Fans mitanstimmen.</P><P>Doch ob Overground und Preluders wirklich an ihre "Popstars"- Vorgänger No Angels und Bro'Sis anknüpfen können, die Millionen von Platten verkauft haben und länger als eine Saison in den Hitparaden ganz oben standen, bleibt abzuwarten. Vorerst reicht die Energie zumindest für einen eineinhalbstündigen Konzertabend. </P>

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