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Die Star-Fotografin Jennifer Buhl packt in ihrer Autobiografie aus.

Seals Ausraster, Drew Barrymores Tricks

Paparazza packt über Hollywood-Stars aus

Los Angeles - Welcher Schnappschuss brachte das meiste Geld, mit welchen Stars gab es die größten Auseinandersetzungen und wann wurde es richtig peinlich? Eine langjährige Hollywood-Paparazza packt aus.

“Ich werde dir Bitch eine knallen.” Jennifer Buhl traute ihren Ohren nicht. Als eine der erfolgreichsten weiblichen Paparazza (weibliche Form von Paparrazo) in Los Angeles hatte sie schon viel erlebt – aber noch keine solche Gewaltandrohung von einem männlichen Star erhalten. Laut ihrer neuen Autobiografie “Shooting Stars: My Unexpected Life Photographing Hollywood’s Most Famous” handelte es sich bei dem Promi um Seal. Die Fotografin holte ihre Videocam heraus und hielt auf Heidi Klums damaligen Ehemann: „Hast du grade zu mir gesagt, du willst mir eine knallen, Seal?“. Der Sänger machte einen auf Unschuldslamm: „Hab ich nie gesagt.“

So viel verdiente Jennifer Buhl

Buhl hatte zwischen 2006 und 2009 die Hollywood-Stars mit ihrer Kamera gejagt und bis zu 10.000 Dollar im Monat mit ihren Fotos verdient. Bis sie von dem Dauer-Stress ausgebrannt war und nach Colorado zog, um als Hochzeitsfotografin zu arbeiten. In ihren Memoiren lässt sie die besten und schlimmsten Momente ihrer Paparazzi-Karriere noch mal Revue passieren.

Buhl und ihre Kollegen folgten einem „Verhaltens-Protokoll“, wenn sie auf Stars trafen. Bei der damals 15-jährigen Miley Cyrus war es verpönt, Schimpfwörter wie „Fuck“ zu brüllen. Buhl: „Ihr Vater Billy Ray hatte uns darum gebeten. Als sich ein auswärtiger Fotograf nicht dran hielt, hat er es mit Sam, einem riesigem Australier in unserem Gruppe, zu tun bekommen.“

Harte Worte von Desperate Houswive Marcia Cross

Die grössten Probleme hatte Buhl mit den weiblichen Stars: „Hilary Duff hat nur über mich geschimpft, nie über meine männlichen Kollegen. Marcia Cross hat ihre Nase in mein Gesicht gehalten und „fucking Abfall“ geflüstert. Damit es niemand sehen oder hören konnte. Die grössten Beleidigungen hatte immer Nicole Richie auf Lager, die mir Nettigkeiten wie ‘deine Muschi stinkt’ an den Kopf geworfen hat.“

Matthew McConaughey als Goldgrube

Das meiste Geld verdiente Buhl mit Schnappschüssen von Matthew McConaughey in Badehose am Strand. Dafür kassierte sie pro Set jeweils 3000 Dollar und verkaufte davon was wöchentlich ein neues. Die grösste Gage für ein einzelnes Foto waren 8000 Dollar – was sie zweimal verdiente: „Das erste Mal habe ich Jessica Alba in einem besonders Sexy-Bikini am Strand von Malibu erwischt. Das andere Mal Paris Hilton, wie sie eine Bibel in der Hand hielt. Auf meinem Foto konnte man die Worte ‚Holy Bible‘ genau lesen.“

Peinliche Aktion mit Cameron Diaz

Die peinlichste Begegnung war mit Cameron Diaz in einem Parkhaus. Buhl hatte vorher gekifft und war high besonders mutig: „Als ich in der Garage ihres Fitnessstudios aufkreuzte, hat Cameron eiskalt gesagt ‘Du darfst auf Privatgeländen nicht fotografieren‘. Ich habe daraufhin noch mehr gegen das Protokoll verstoßen, in dem ich mit ihr einfach in den Fahrstuhl gestiegen bin.“ Die Tür ging zu und Diaz schaute sie entgeistert an: „Steig sofort aus!“ Buhl schaute nur zu Boden und murmelte: „Ich wollte nur mal sehen, wohin du fährst.“ Fast eine Minute verging und Beide schauten sich wortlos an. Keiner drückte einen Knopf. Dann öffnete Diaz die Fahrstuhltür wieder und stieg aus. Buhl stand allein in der Fahrstuhlkabine: “Ich habe nach ein paar Sekunden auch auf den Knopf zum Tür-öffnen gedrückt. Cameron stand vorm Fahrstuhl und ist rein, als ich raus bin. Mein Kollege hatte das Ganze von draußen beobachtet und ist vor Lachen fast gestorben.“

So trickste Drew Barrymore die Fotografen aus

Am schwierigsten war es, Drew Barrymore vor die Linse zu bekommen. Weil diese immer Pläne ausheckte, sich vor der wartenden Paparazzi-Meute zu verstecken: „Einmal hat sie sich in einer gigantischen Tüte von einem Kaufhaus im Fussraum des Beifahrersitzes versteckt.“ Ein weiteres Mal kam ein Freund von Barrymore in deren Pickup Truck vom Grundstück gefahren. Der Beifahrersitz war leer, doch auf der Rückbank lag ein riesiger Hund ausgestreckt über beide Sitze . Buhl: „Erst nach ein paar Sekunden ist mir aufgegangen, dass ein Hund niemals so merkwürdig liegen würde. Drew muss unter ihm gelegen haben.“ Doch da war der Pickup Truck bereits schon um die Ecke verschwunden.

ds

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