Paris Hilton aus Gefängnis entlassen

Los Angeles - Partygirl Paris Hilton (26) ist schon nach drei Tagen überraschend wieder aus dem Gefängnis entlassen worden. Allerdings muss sie den Rest ihrer Strafe - 40 Tage - daheim verbüßen und zur Überwachung eine elektronische Fußfessel tragen.

Polizeisprecher Steve Whitmore sagte am Donnerstag in Los Angeles, für die Entscheidung seien medizinische Gründe ausschlaggebend gewesen. Nähere Auskünfte über die Krankheit gab er nicht.

Hilton, wegen verschiedener Verkehrssünden zu 45 Tagen Haft verurteilt, saß seit Montag früh im Frauengefängnis von Lynwood im US-Bundesstaat Kalifornien ein. In der Nacht zum Donnerstag wurde sie laut Polizei um 2.09 Uhr (Ortszeit) entlassen. Sie sei zu ihrem Anwalt gefahren und von dort nach Hause gebracht worden, sagte Whitmore. In die Entscheidung seien sowohl ein Amtsarzt als auch ein Richter eingeschaltet gewesen.

Den Vorwurf einer Sonderbehandlung wies der Polizeisprecher zurück. Jeder andere Gefangene wäre in einem vergleichbaren Fall auch so behandelt worden, versicherte er, "ganz sicher". Zudem sei Hilton rechtlich nach wie vor in Haft. "Sie ist nicht entlassen worden, sie ist überstellt worden", sagte er. "Sie wird ihre Strafe daheim abbüßen." Weil die Polizei den Ankunfts- und den Entlassungstag mitrechnet, verbleiben 40 Tage für den Hausarrest.

Hiltons Tante Kyle Richards hatte dem Internetdienst "E!Online" vor der Freilassung erklärt, dass es ihrer Nichte nachts zu laut und zu hell sei, außerdem langweile sie sich. Hiltons Anwalt Richard Hutton hatte dagegen nach seiner ersten Visite erklärt, seiner Mandantin gehe es "den Umständen entsprechend sehr gut".

Am Dienstag hatte die Verkehrssünderin zudem einen zweistündigen Besuch von ihrem Psychiater Charles Sophy. Der Mediziner äußerte sich beim Verlassen der Haftanstalt nicht über ihren Zustand. Vor drei Wochen hatte er seine prominente Patientin jedoch als "emotional am Boden und traumatisiert" beschrieben.

Hilton hatte vor Antritt ihrer Haft am Sonntagabend noch die Gala zur Vergabe der MTV-Filmpreise besucht und sich auf dem roten Teppich interviewen lassen. Sie habe schon ein wenig Angst, gestand sie, aber sie sei bereit, ihre Strafe abzusitzen. Kurze Zeit später checkte sie unbemerkt in das Gefängnis ein. Erst am Morgen wurde ihre Ankunft bekannt.

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