Tochter des King of Pop spricht

Paris Jackson: „Mein Vater wurde ermordet“

Los Angeles - Lange Zeit hat Paris Jackson, Tochter des als King of Pop in die Musikgeschichte eingegangenen Michael Jackson, geschwiegen. Nun sprach sie in einem US-Magazin über den Tod ihres Vaters.

„Mein Vater wurde ermordet“ – davon ist Michael Jacksons Tochter fest überzeugt. In einem Interview mit dem „Rolling Stone“ verrät Paris Jackson, dass der King of Pop einen gewaltsamen Tod vorausgesagt hatte: „Er hat immer angedeutet, dass Leute ihm an den Kragen wollten. Er sagte ‚Sie werden mich eines Tages killen‘.“ Die 18-Jährige weiß, dass das Ganze für viele wie „eine verrückte Verschwörungstheorie, wie völliger Schwachsinn“ klingt. Doch sie steht mit ihrer Überzeugung nicht allein da: „Die wahren Fans und jeder in unserer Familie kennt die Wahrheit, dass mein Vater in die Falle gelockt wurde. Eines Tages wird die Wahrheit ans Licht kommen.“

„Wir haben ein normales Leben geführt“

Paris könne dem Spruch „Zeit heilt alle Wunden“ nichts abgewinnen. Denn der treffe bei ihr nicht zu: „Ich habe die einzige Sache verloren, die mir je wichtig war. Auf der anderen Seite gehe ich im Leben voran mit dem Gewissheit, dass es niemals schlimmer werden kann.“

Ihre glücklichsten Jahre hatte Paris mit ihrem Vater und Brüdern auf der Neverland Ranch zugebracht: „Ich kannte ihn nur als Dad oder Daddy und hatte keine Ahnung, wie berühmt er war. Er war unsere Welt, wir waren seine.“ Prince Michael, Blanket und sie bevorzugten es, von einem Tutor zuhause unterrichtet zu werden. Paris: „Unser Vater reichte uns, wir brauchten keine Freunde. Wir hatten ihn und den Disney Kanal.“ Sie erinnert sich, dass ihr Vater alles andere als nachgiebig war und sie seine Regeln streng befolgen mussten: „Wir haben ein normales Leben geführt und mussten jeden Tag zur Schule. Wenn wir uns gut benommen hatten, durften wir in unseren Zoo, ins Kino oder den Vergnügungspark am Wochenende. Wenn nicht, dann nicht.”

Depressionen, Selbstmordversuche, Missbrauch

Mit 15 hatte Paris versucht, sich umzubringen. Sie wollte ihren Depressionen und ihrer Drogensucht entkommen, indem sie sich die Pulsadern aufschnitt und 20 Pillen des Schmerzmittels Motrin schluckte: „Es war Selbst-Hass und mein niedriges Selbstwertgefühl. Ich habe geglaubt, dass ich nichts richtig im Leben mache und dachte, dass ich es nicht mehr wert war, zu leben.“ Es war nicht der erste Suizidversuch. Paris: „Ich hatte mir vorher schon ein paar Mal versucht, das Leben zu nehmen. Nur dieses Mal ist an die Öffentlichkeit geraten.“ 

Inzwischen ist sie eine völlig andere, gefestigte Person geworden. Grund dafür ist, dass sie eineinhalb Jahre auf eine spezielle Schule in Utah ging, auf der sie nebenher therapeutische Hilfe bekam. Ihr Rückblick: „Ich war damals total verrückt. Geisteskrank. Ich hatte versucht, mit meinen Depressionen und Angstzuständen allein fertig zu werden. Das ging schief.“

Auslöser für die seelische Abwärtsspirale sei ein traumatisches Erlebnis gewesen, als Paris 14 war. Damals war sie von einem „völlig Fremden“ sexuell missbraucht worden: „Ich möchte nicht zu viele Details verraten. Aber es war sehr hart für mich und ich hatte es damals auch niemanden verraten.“

Paris Jackson: Gerüchte über Michael sind gelogen

Paris hat nie an das Gerücht geglaubt, wonach Michael Jackson nicht der leibliche Vater seiner Kinder ist: „Er ist mein Vater. Und alle, die ihn persönlich gekannt haben, finden es fast schon zum Fürchten, wie viel von ihm ich in mir habe.“ Obwohl ihre Mutter Debbie Rowe weiß ist, sieht sich Paris selbst als schwarz: „Mein Vater hat mir in die Augen geschaut und immer wieder gesagt ‘Du bist schwarz. Sei stolz auf deine Wurzeln.‘ Und er hätte mich nie angelogen.“

Ihr Glaube an die absolute Ehrlichkeit ihres Vaters macht Paris auch so sicher, dass die Vorwürfe gegen ihn wegen sexuellem Missbrauchs von Kindern gelogen waren: „Er hat Nachts vor mir geweint, als ich 9 war. Stellen Sie sich vor, wie ich mich gefühlt habe. Die ganze Welt hasste meinen Vater für etwas, was er nicht getan hatte. Und er hätte es mir gesagt, weil er uns nie Mist erzählt hat. Er wollte uns auf die Scheißwelt da draußen vorbereiten.“

ds/Glomex

Rubriklistenbild: © AFP

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