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Die Queen muss sparen.

Parlament drängt Queen zur Sparsamkeit

London - Die Briten lieben ihre Königin - aber viel kosten soll sie nicht. Die Rechnungsprüfer des Parlaments klopfen dem königlichen Haushalt jetzt auf die Finger: Mehr einnehmen, weniger ausgeben, lautet die Devise.

Die Queen ist zu teuer: Der Rechnungsprüfungsausschuss des britischen Parlaments hat den königlichen Haushalt wegen dessen Finanzgebarens kritisiert. Das Königshaus erwirtschafte zu wenig Einnahmen und sei bei den Ausgaben nicht sparsam genug, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Public Accounts Comitees. Unter anderem seien die Ausgaben für Energie in den vielfach veralteten Palästen enorm hoch. Das Finanzministerium kontrolliere die britische Königin zudem nicht ausreichend, bemängelten die Rechnungsprüfer.

Das Königshaus erhält aus Steuergeldern derzeit eine Art Grundvergütung in Höhe von rund 31 Millionen Pfund jährlich (umgerechnet etwa 37 Millionen Euro) - der sogenannte Sovereign Grant. Die Regierung hatte dieses neue Finanzierungsmodell erst im Jahr 2012 geschaffen und unter die Aufsicht des Finanzministeriums gestellt. Das Königshaus bekommt vom Staat weitere Zuwendungen für besondere Zwecke und hat auch eigene Einnahmen.

Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Margaret Hodge, sieht bei den Ausgaben ein „sehr großes Einsparpotenzial“. Im vergangenen Haushaltsjahr habe der Palast sein Budget um 2,3 Millionen Pfund überzogen und musste an die Rücklagen, die auf ein historisches Tief von einer Million Pfund geschrumpft seien.

Das Königshaus habe deswegen unter anderem seine Paläste vernachlässigen müssen. Der Zustand von mehr als einem Drittel der Gebäude (39 Prozent), die sich im öffentlichen Besitz befinden und von der Krone bewirtschaftet werden, sei im März 2012 „unterhalb dessen, was der königliche Haushalt als angemessen betrachtet“ gewesen.

Der Ausschuss forderte das Königshaus auf, deutlich mehr auf der Einnahmenseite zu tun. So solle etwa der Buckingham Palast häufiger für Besucher geöffnet werden. Bisher kämen an den 78 Öffnungstagen nur rund 500 000 Besucher pro Jahr in den Palast. „Man kann das mit dem Tower of London vergleichen“, sagte Ausschuss-Vorsitzende Hodge in der BBC. „Dort kommen jedes Jahr zwei Millionen Besucher hin.“

dpa

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