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Walter Röhrl (l.) hatte Angst vor dem Porsche, in dem Schauspieler Paul Walker starb.

Schauspieler starb nicht bei Autorennen

Walker-Unfall: Röhrl hatte Angst vor Porsche-Modell

Los Angeles - Nach dem Unfalltod von Paul Walker sucht die Polizei weiter nach der Ursache für den Crash mit dem Porsche, vor dem sogar Profi-Rennfahrer warnten.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei außer dem Sportwagen, in dem Schauspieler Paul Walker und ein anderer Mann gesessen hatten, kein anderer Wagen an dem Unfall beteiligt gewesen, teilte die Polizei in Los Angeles am Dienstag mit. Für Spekulationen, nach denen das ganze ein illegales Autorennen gewesen sein könnte, gebe es laut Polizei keine Anhaltspunkte, Augenzeugen hätten das mit ihren Aussagen bestätigt.

Walkers Schwester Ashlie reagierte empört auf die ihrer Meinung nach "unverantwortlichen Unterstellungen": "Das ist eine komplette Lüge", sagte sie der Daily Mail. "Es macht unsere Trauer und unseren Schmerz noch schlimmer. Es war einfach nur ein tragischer Unfall."

Der "Fast & Furious"-Schauspieler war am Samstag im Alter von 40 Jahren in dem brennenden Wrack ums Leben gekommen. Auch sein Freund Roger Rodas, der ersten Erkenntnissen zufolge gefahren war, war auf der Stelle tot. Rodas hatte unter anderem an Rennen der Pirelli World Challenge teilgenommen.

"Das Auto ist verrückt!"

Ein Porsche Carrera GT

Der Porsche Carrera GT ist sogar unter Auto-Profis berühmt-berüchtigt. Der kraftstrotzende Wagen ist laut dem österreichischen Auto-Blog "Drive" das einzige Auto, vor dem Ex-Renn-Weltmeister Walter Röhrl Angst hatte. Jalopnik, ein amerikanischer Boliden-Blog, zitiert einen ehemaligen Porsche-Manager mit den Worten: "Das Auto ist verrückt." 70 zum Teil tödliche Unfälle gingen laut Doug DeMunro auf das Konto des Sportwagens. "Wenn man dir jemand anbietet, darin mitzufahren, denk gut darüber nach. Und wenn du die Chance hast, ihn selber zu steuern, sei um Gottes Willen vorsichtig!", warnte er eindringlich.   

Wahrscheinlich sei der Sportwagen, in dem Walker saß, zu schnell unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. An der Unglücksstelle in Santa Clarita nördlich von Los Angeles seien 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. Mit welchem Tempo der Unglückswagen fuhr, war zunächst nicht klar. Noch im Laufe des Dienstag sollten dem Nachrichtensender CNN zufolge weitere Untersuchungen folgen. Die Ermittler setzen dabei unter anderem auf Überwachungskameras, deren Aufnahmen ebenso ausgewertet werden wie die Aufzeichnungen des Bordcomputers.

Vin Diesels Liebeserklärung an Paul Walker 

Vin Diesel (46), der mit Walker in der Actionreihe um illegale Autorennen mit getunten Autos vor der Kamera gestanden hatte, ist an den Unfallort gereist. Er dankte über den Lautsprecher eines Polizeiwagens den vielen dort trauernden Fans für ihr Kommen. "Ihr zeigt dem Engel dort oben im Himmel, wie sehr ihr ihn geschätzt habt“, sagte er sichtlich bewegt.

dpa/hn

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