Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Peaches Geldofs Tochter muss nun selbst um eine Anzeige fürchten.

Anklage nach Online-Pranger?

Peaches Geldof mischt sich in Missbrauchsfall ein

London - Bob Geldofs Tochter Peaches hat die Namen zweier Mütter auf Twitter öffentlich gemacht, die ihre Kinder dem pädophilen Rocksänger Ian Watkins anvertraut hatten. Nun droht ihr selbst die Anzeige.

Erst stellte sie zwei Betroffene aus, nun steht Peaches Geldof selbst am Pranger: Die Tochter des britischen Sängers Bob Geldof veröffentlichte auf Twitter die Namen zweier Mütter, deren Kinder von Ian Watkins, Sänger der Band "Lostprophets", missbraucht worden waren. Der Sänger hatte am Dienstag Missbrauch in mehreren Fällen und versuchte Vergewaltigung an einem Baby gestanden. Auch die Mütter sind angeklagt, sich an ihren Kindern vergangen und sie auch Watkins zu diesem Zweck überlassen zu haben. Um die Identität der Opfer zu schützen, dürfen ihre Namen jedoch nicht öffentlich genannt werden.

Wie der britische Sender BBC auf seiner Webseite berichtet, will Peaches die Namen auf einem US-Portal gelesen haben und teilte sie ihren 160.000 Followern in einem Tweet mit. Die Veröffentlichung von Informationen, die die Identität der betroffenen Kinder enthüllen könnten, ist jedoch eine Straftat. Eine Sprecherin der britischen Generalstaatsanwaltschaft, die gegen den Sänger ermittelt, sagte dem Nachrichtensender: "Opfer sexuellen Missbrauchs haben automatisch lebenslange Anonymität und die Veröffentlichung von Namen oder Informationen, die zu ihrer Identifizierung führen könnte, ist eine Straftat. Das ist eine Polizeiangelegenheit." Die Polizei von Südwales warnte daraufhin auf Twitter vor möglichen rechtlichen Konsequenzen solcher Enthüllungen.

Peaches Geldof hat ihre Lektion inzwischen gelernt: Sie löschte die betreffende Nachricht und twitterte eine Sturzflut von Erklärungen: "An alle da draußen, die mich angeschrieben haben, weil ich die Namen pädophiler Mütter im Fall Ian Watkins genannt habe: Die Namen waren seit dem 12. Dezember öffentlich, als das Gericht sie genannt und auf seine Webseite gestellt hat - die Hälfte von Twitter hatte die Namen außer meiner (jetzt gelöschten) Nachricht verbreitet. Die Babys werden höchstwahrscheinlich neue Identitäten bekommen, um sie vor zukünftigem Missbrauch von anderen Pädos zu schützen, die von Watkins' hochgeladenen Videos wissen, wer sie sind. Die Frage, ob man Kriminellen in solchen Fällen Anonymität zugestehen soll oder nicht, wird nie geklärt."

Sie entschuldige sich für jeglichen verursachten Ärger, so Peaches: "Beim nächsten Mal werde ich die Sachlage klären, bevor ich twittere. Verzeihung, Lektion gelernt." Ob sie damit einer strafrechtlichen Anzeige entgeht, bleibt im Ermessen der Polizei.

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