Maffay: Darum arbeite ich nicht weiter mit Sido und Bushido

Grünwald - Peter Maffay will in Zukunft nicht mehr mit Sido und Bushido arbeiten und ist aus einem aktuellen Projekt ausgestiegen. Er sieht dafür triftige Gründe.

Peter Maffay will nicht mehr mit den Skandalrappern Sido und Bushido zusammenarbeiten. “Die Entwicklung der letzten Tage, die Positionierung und die Argumentation von Bushido und Sido in der Öffentlichkeit zwingt mich, aus dem gemeinsamen Projekt “Erwachsen sein“ auszusteigen“, ließ Maffay am Donnerstag über sein Management in Grünwald bei München mitteilen. “Dies bin ich mir selbst, meinen Freunden, meinen Partnern und Fans schuldig.“

Musiker und Wohltäter: Peter Maffay seit 40 Jahren auf der Bühne

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Bushido habe sich zwar “von diskriminierenden, Gewalt verherrlichenden Inhalten distanziert“, schrieb Maffay. Die Songs und Videos seien aber noch immer im Umlauf. “Er hat bisher die Konsequenz vermissen lassen, diese vom Markt zu nehmen.“ Außerdem fehle eine Zusage, in Zukunft auf “Veröffentlichungen dieser Art“ zu verzichten. “Damit entfällt für mich die Grundlage unserer Zusammenarbeit. Trotzdem wünsche ich Bushido und Sido für die Zukunft alles Gute.“ Von Bushidos Management gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Verteidigung gegen die massive Kritik

Maffay hat mit Sido und Bushido für deren gemeinsames Album “23“ den Tabaluga-Song “Ich wollte nie erwachsen sein“ aufgenommen. Bei der umstrittenen Verleihung des Bambis für Integration an Bushido Mitte November hatte Maffay noch die Laudatio auf seinen jüngeren Kollegen gehalten und ihn später gegen massive Kritik verteidigt. “Bushido hat sich ganz klar von seinen Aussagen von vor zehn Jahren distanziert. Er hat sich schon lange öffentlich zu seinen Fehlern bekannt“, schrieb er einen Tag nach der Verleihung in einer Mitteilung.

In der vergangenen Woche war Maffay gemeinsam mit Sido und Bushido in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Dabei lieferten sich die beiden Rapper einen Schlagabtausch mit Lanz und anderen Gästen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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