Samantha Geimer, Roman Polanskis Opfer, fordert ein Ende der Strafverfolgung.

Polanskis Opfer will endlich Ruhe

Los Angeles - Roman Polanskis Opfer, Samantha Geimer, hat erneut die Einstellung des Verfahrens gegen den Regisseur gefordert. Die Angelegenheit hätte vor 33 Jahren beigelegt werden sollen.

“Genug ist genug. Dies Angelegenheit hätte schon vor 33 Jahren beigelegt werden sollen“, sagte Geimer am Dienstag der “Los Angeles Times“. Die Frau, die mittlerweile verheiratet ist und Kinder hat, war 1977 als 13-Jährige von Polanski in Los Angeles missbraucht worden.

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Polanski ist frei und wird nicht ausgeliefert

Die Schweizer Behörden hatten am Montag entschieden, dass der Regisseur nicht an die USA ausgeliefert wird. Polanski war Ende September 2009 aufgrund eines US-Haftbefehls in Zürich festgenommen worden und stand seit Dezember unter Hausarrest. Seine Freilassung löste in den USA Empörung aus. Die kalifornische Staatsanwaltschaft kündigte weitere Schritte an, um Polanski zur Rechenschaft zu ziehen.

Polanski stelle keine Bedrohung dar, betonte Geimer. “Mit 76 Jahren? Ich denke nicht“, sagte sie der “Los Angeles Times“. Schon seit längerem setzt sie sich für ein Ende der Strafverfolgung ein. Im vorigen Herbst machte sie in einem Antrag vor Gericht geltend, dass das Aufsehen seit der Festnahme des Regisseurs ihr Familienleben, ihre Arbeit und ihre Gesundheit belaste.

dpa

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