Prince eröffnete Deutschland-Tour in Frankfurt

- Frankfurt am Main (dpa) - Mit einer überraschend schlichten Bühnenshow und vielen Jazz-Elementen in seiner Musik zeigt sich US-Popstar Prince bei seiner aktuellen Deutschland-Tournee. Beim Auftakt am Sonntagabend in Frankfurt wurde den Zuhörern in der nicht ausverkauften Festhalle zweieinhalb Stunden lang perfektes Entertainment geboten. Weitere Stationen der Tournee sind Hamburg (16. Oktober), Berlin (19. Oktober) und Oberhausen (27. Oktober).

<P>Prince, der im Laufe seiner knapp 25-jährigen Karriere nicht nur seinen Namen mehrfach wechselte und neben Welterfolgen auch kommerzielle Flops erlebte, brauchte keine fünf Minuten, um die 7000 Gäste mitzureißen. Im schlichten Anzug und weit geöffnetem weißen Hemd mit hohem Stehkragen präsentierte er Songs aus allen Phasen seiner Karriere im Jazz-Gewand.</P><P>Während früher bei Prince-Auftritten aufwendige Dekorationen, Effekte und Choreografien zum Einsatz kamen, wurde diesmal die Musik nur von Videoprojektionen und einer stimmungsvollen Lichtshow unterstützt. Was der Künstler in den zweieinhalb Stunden bot, ging gleichzeitig unter die Haut und in die Beine. "Echte Musik von echten Musikern", rief der Sänger und Multi-Instrumentalist der Masse zu. Neben seiner Band New Power Generation hatte er mit Maceo Parker und Candy Dulfer hochkarätige Gaststars verpflichtet.</P><P>Zwischendurch predigte der gar nicht wortkarge Prince, was er auch auf seinem aktuellen Album "Rainbow Children" vermittelt: Auf die wachsenden Probleme der Welt gebe es keine andere Antwort, als "die Verantwortung wieder Gott zu überlassen". Trotz dieses Bekenntnisses waren "Party" und "Tanzen" die meistgebrauchten Worte des Abends. Dass er auch dabei missionarischen Eifer hat, zeigte er in energiegeladenen Tanzeinlagen quer über Bühne und Boxen.</P><P>Musikalisch war das Konzert vor allem ein Wechselbad aus 80er- Funknummern wie "Sign 'O' The Times" und 80er-Balladen wie "Purple Rain", für die Prince sich immer wieder am Piano niederließ. Dennoch betonte der Entertainer, dass "wir nicht mehr in den Achtzigern leben, sondern im Jahr 2002". Noch längst nicht erschöpft erschien die Kreativität des 44-Jährigen, der im Alter von 18 Jahren als jüngster Künstler aller Zeiten einen Plattenvertrag mit absoluter künstlerischer Freiheit bekommen hatte.</P><P>Prince verabschiedete sich im Laufe des Abends mehrmals, auf die neunzigminütige eigentlich Show folgte noch ein einstündiger Zugabenteil, den der kleine Superstar im Schlabberpullover und ohne seine üblichen Absatzstiefel absolvierte.</P>

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