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Nach dem Tod von US-Popstar Prince spricht seine Ex-Frau.

Jetzt spricht seine Ex-Frau 

Prince kam nicht über Tod seines Babys hinweg

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Paisley Park - Nach dem Tod von Prince verarbeitet seine Ex-Frau ihre Trauer Mayte Garcia in ihren Memoiren. Sie enthüllt intime Details über ihre Beziehung.

„Ich wünschte, ich wäre einfach zu ihm geflogen und hätte an seine Tür geklopft“. Mayte Garcia hatte von gemeinsamen Bekannten gehört, dass mit Prince „etwas nicht stimmte.“ Doch die Ex-Ehefrau der Musiklegende konnte sich nicht durchringen, sich einzumischen – bis sie vom Tod durch Medikamentenüberdosis erfuhr. 

Ihre neuen Memoiren „The Most Beautiful: My Life with Prince“ sind eine Ode an ihre „erste große Liebe“, die mit der Scheidung 2000 zerbrach. Als Grund dafür nennt die 43-Jährige den Tod ihres neugeborenen Sohnes Amiir vor 20 Jahren: „Wir sind beide niemals darüber hinweggekommen. Die Trauer hat uns entzweit.“ 

Garcia war mit 16 Jahren im Hotelzimmer von Prince

Garcia enthüllt, dass die Musiklegende sie im Alter von 16 Jahren „entdeckt“ hatte: „Ich stand in der ersten Reihe bei einen Konzert. Er hat Blickkontakt mit mir aufgenommen und seine Zunge rausgesteckt.“ Einen Monat später trat Prince in Deutschland auf, wo das Teenie-Girl mit ihren Eltern 1990 lebte: „Ich habe ihm ein Video zustellen lassen, auf dem ich einen Bauchtanz mache. Daraufhin hat er mir einen Backstage-Pass geschickt. Als er nach hinten kam, wollte er wissen, ob ich wirklich erst 16 bin. Dann bat er mich um meine Telefonnummer und war wieder weg.“ Später in der Nacht rief der 32-Jährige Mayte an und bat sie, mit noch mehr Videoaufnahmen von ihr zu seinem Hotel zu kommen: „Wir saßen dann in seiner Suite und haben uns die Aufnahmen zusammen angeschaut.“ 

Garcia besteht darauf, dass sie damals mit Prince keine sexuelle Beziehung hat, „weil er zu weise und anstädig war, eine 16-Jährige zu verführen.“ Nach der Highschool wurde Garcia Background-Tänzerin für Prince und zog auch in seine Villa im Vorort Paisley Park in Minnesota ein. Als sie 19 war, verkündete der Sänger plötzlich vor ihr: „Es wird Zeit für dich, die Pille zu nehmen.“ Eine Woche später schrieb das Girl in sein Tagebuch: „9. Februar 1993: Keine Jungfrau mehr.“ Das Paar heiratete am Valentinstag 1996. 

Ein paar Wochen später war Mayte schwanger. Sohn Amiir kam am 16. Oktober 1996 zur Welt. Princes Freude über die Geburt schlug in „reinen Terror“ um. Der Schädel des Babys war stark verformt, seine inneren Organe miteinander verwoben und ein Darmausgang fehlte völlig. Die Ärzte versuchten alles, um das Kind am Leben zu halten. Aus dem ganzen Körper kamen Schläuche und das Kind musste künstlich ernährt werden. Am sechsten Tag, als der Kleine Atemnot bekam und die Ärzte einen permanenten künstlichen Ausgang in den Hals schneiden wollten, schritt die Mutter ein: „Ich war hysterisch und habe gebrüllt ‚Ihr foltert ihn nur noch‘. Dann haben Prince und ich nach Rat mit den Ärzten beschlossen, dass wir Amiir gehen lassen.“ 

Garcia reichte 2000 die Scheidung ein

Als Garcia die Asche ihres toten Kindes nach Hause gebracht wurde, schlief sie eine Woche mit der Urne im Bett. 1997 wurde sie noch einmal schwanger, doch verlor das Baby schon früh. Die Reaktion ihres Mannes war, sich der Zeugen Jehovas anzuschließen und immer religiöser zu werden. Garcia: „Er hat irgendwann geglaubt, dass Gott mit seinem früheren Leben unzufrieden und Amiirs Tod der Preis dafür war.“ Dann verlangte er von Mayte, die Ehe annullieren zu lassen, um die Beziehung „in weniger traditioneller Form“ weiterzuführen. Dahinter steckte seine neue Assistentin Manuela Testolini. Garcia weigerte sich und reichte 2000 die Scheidung ein. 

Prince heiratete Testolini ein Jahr später, „nachdem er alles im Haus verbrennen ließ, was ihn an mich und das Baby erinnerte.“ 2006 schrieb Mayte ihrem Ex-Mann in einem Brief, dass sie bereit war, ihm zu vergeben. Er lud sie daraufhin zu seinem Konzert nach Las Vegas ein: „Nach der Show kam er runter zu mir und umarmte mich lange. Ich habe die Augen geschlossen und ihn gefühlt. Für einen Moment war er wieder der Mann, den ich liebte.“

US-Pop-Gigant Prince ist tot: Bilder aus seinem Leben

Dierk Sindermann

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