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Prinz Charles – Leben und Karriere des Thronfolgers

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Prinz Charles besucht Standort von BCB International
Prinz Charles ist der rechtmäßige Erbe der britischen Krone © Chris Jackson / dpa/PA Wire

Prinz Charles wird der nächste Regent des Vereinigten Königreiches.

London – Prinz Charles (*14.11.1948) ist der nächste rechtmäßige Erbe im Britischen Königshaus. Während die Queen seit über 70 Jahren das Oberhaupt der Krone ist, lebt Charles ein Leben als ewiger Thronfolger. Er versucht den Spagat zwischen Moderne und Monarchie, ist in zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen tätig und doch sähen viele Menschen in England lieber seinen Sohn Prinz William auf dem Thron. Aber was macht Prinz Charles wirklich aus, wie verlief seine Kindheit und wie beliebt ist er wirklich?

Prinz Charles: Deshalb ist er der rechtmäßige Thronfolger

Die britische Nachfolgelinie legt fest, wer den Thron erben und König oder Königin von Großbritannien werden soll. Queen Elizabeth II. ist die derzeitige Monarchin, die seit über sieben Jahrzehnten regiert. Nach der Königin wird ihr Erstgeborener, Prinz Charles, der Prinz von Wales, regieren, gefolgt von dessen Erstgeborenem, Prinz William, Herzog von Cambridge, und seinem Erstgeborenen, Prinz George. Niemand hat so lange darauf gewartet, das britische Reich zu regieren, wie Prinz Charles. Er ist der am längsten amtierende Erbe des britischen Throns.

Prinz Charles: So war seine Kindheit

Prinz Charles wurde am 14. November 1948 in England, genauer gesagt in London, als Charles Philip Arthur George geboren. Die Beziehung zu seinen Eltern galt in der Öffentlichkeit als kühl. Dieser Mangel an liebevoller Verbindung wurde im Mai 1954 schmerzlich deutlich, als die Königin und Prinz Philip den fünfjährigen Prinz Charles nach fast sechsmonatiger Abwesenheit mit Händedruck begrüßten. Charles wurde von seiner Großmutter mütterlicherseits, der Königinmutter, verwöhnt und besuchte sie häufig in der Royal Lodge im Windsor Great Park, wann immer seine Eltern unterwegs waren. Sie zögerte nie, ihrem Enkel die Umarmungen zu geben, nach denen er sich sehnte.

1956 ging Charles auf die angesehene Hill House School in London. Bereits im folgenden Jahr wechselte er aber auf das Internat der Cheam School. Während seiner Zeit im Internat litt Prinz Charles unter akutem Heimweh. Später studierte er in Melbourne als Austauschstudent. Danach widmete sich Prinz Charles von 1967 bis 1970 dem Studium der Archäologie, Anthropologie und Geschichte am Trinity College der University of Cambridge. Nach seinem Abschluss 1970 begann Charles eine Karriere beim Militär.

Prinz Charles: Nach dem Tod seines Vaters ist er Herzog

Prinz Charles hat den Titel seines Vaters als Herzog von Edinburgh nach dem Tod von Prinz Philip (99, †2021) geerbt, wird ihn aber schließlich an seinen Bruder Prinz Edward weitergeben. Denn bei Charles‘ Thronbesteigung verschmilzt der Titel mit der Krone – was bedeutet, dass der neue König seinem Bruder Edward den Titel eines Herzogs von Edinburgh verleihen kann. Prinz Edward, der derzeit der Earl of Wessex ist, hat bereits einige Aufgaben seines Vaters übernommen. Er ist Treuhänder des renommierten Duke of Edinburgh Award-Programms und Schirmherr des Edinburgh International Festival. Es bedeutet auch, dass Edwards Frau Sophie, die Gräfin von Wessex, die Herzogin von Edinburgh wird – ein Titel, der einst von der Königin selbst gehalten wurde.

Prinz Charles: Wie beliebt ist er in England?

Die Bemühungen von Prinz Charles, Veränderungen in den strikten monarchischen Strukturen herbeizuführen, haben sowohl Lob als auch Kritik gebracht. Meinungsumfragen zeigen regelmäßig, dass Prinz Charles anderen Mitgliedern der königlichen Familie in Bezug auf die Popularität hinterherhinkt. In England und anderen Regionen des Vereinigten Königreiches wünschen sich einige lieber Prinz William als Oberhaupt des Britischen Königshauses.

Prinz Charles: Das sind seine Geschwister

Prinz Charles hat drei Geschwister. Die älteste ist die königliche Prinzessin Anne. Danach folgen Prinz Andrew, Herzog von York, und Prinz Edward, Graf von Wessex.

Prinzessin Anne wurde am 15. August 1950 geboren und steht momentan auf Platz 15 der Thronfolge. Sie ist einmal geschieden, aber seit 1992 verheiratet mit Vizeadmiral Sir Timothy Laurence und hat zwei Kinder. Sie erhielt ihren Titel als Prinzessin Royal im Juni 1987. Sie beschloss, ihren Kindern keine königlichen Titel zu verleihen. Ihre royalen Pflichten nimmt sie jedoch immer noch ernst. Alleine im Jahr 2017 nahm Prinzessin Anne an 455 Verpflichtungen des Britischen Königshauses teil, darunter Empfänge, Abendessen und Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Prinz Charles: Seine Brüder Andrew und Edward

Prinz Andrew, Herzog von York, erblickte am 19. Februar 1960 das Licht der Welt und ist der achte in der Folge als Anwärter auf die Krone. Er lebt in Scheidung und hat zwei Töchter. In den letzten Jahren ist Andrew wegen seiner Verbindung mit dem mutmaßlichen Straftäter Jeffrey Epstein negativ aufgefallen. Die beiden wurden mehrfach zusammen gesehen. Im Jahr 2010 wurde er auf Video aufgezeichnet, als er Epsteins Villa in Manhattan besuchte – eben die Villa, in der jahrelang Missbrauch Minderjähriger erfolgte. Eine vom Britischen Königshaus veröffentlichte Erklärung besagt, dass der Prinz von den Vorwürfen entsetzt sei und dass er von all dem nichts wusste.

Prinz Edward, Graf von Wessex, ist der jüngste in der Reihe der Geschwister von Prinz Charles. Am 10. März 1964 wurde er in die königliche Familie hineingeboren und steht in der Thronfolge an Position 12. Edward ist mit Sophie, Gräfin von Wessex, verheiratet und hat zwei Kinder. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und seiner Brüder, die alle als Marineoffiziere dienten. 1987 schloss er sich den Royal Marines an, kündigte jedoch nach nur vier Monaten Kommandotraining. Er wechselte zu den Medien und gründete eine Produktionsfirma namens „Ardent Productions“, die Dokumentarfilme und Dramen produzierte.

Prinz Charles: Die Frauen an seiner Seite

Prinz Charles ist seit April 2005 mit Camilla Parker Bowles verheiratet. Seitdem ist sie die Frau an seine Seite. Aber war sie das nicht vielleicht schon eher? Ihre Liebesgeschichte zumindest ist geprägt von Turbulenzen und den Erwartungen des Britischen Königshaus.

Es wird angenommen, dass Charles und Camilla sich 1972 bei einem Polospiel kennengelernt haben. Die beiden begannen schnell, miteinander auszugehen, trennten sich jedoch, bevor Charles begann, bei der Royal Navy zu dienen. Als er acht Monate später zurückkam, war Camilla mit ihrem Freund Andrew Parker Bowles verlobt. Am 4. Juli 1973 heiratete Camilla Andrew und sie bekamen gemeinsam zwei Kinder. Charles und Camilla blieben dennoch weiterhin enge Freunde.

Als Lady Diana (36, †1997) Prinz Charles zum ersten Mal traf, war er mit ihrer Schwester Sarah zusammen. Diana war damals 16 Jahre und Charles 29 Jahre alt. Am 24. Februar 1981 gaben Diana und Charles bekannt, dass sie heiraten würden. Die Verlobung war jedoch alles andere als eine glückliche Zeit. Einige Monate später, am 29. Juli, heirateten Diana und Prinz Charles und sie bekamen zwei Kinder, Prinz William und Prinz Harry.

Prinz Charles: Nach dem Tod von Prinzessin Diana

Nachdem Charles und Camilla jahrelang Freunde geblieben waren, haben sie Berichten zufolge 1986 ihre Beziehung wiederbelebt. Ein vertrauliches Gespräch zwischen Camila und Charles im Jahr 1989 sickerte 1993 durch. Eine vollständige Abschrift wurde veröffentlicht, in der die beiden über ihre körperliche Beziehung und ihre Sehnsucht nacheinander sprachen.

Im Januar 1995 reichte Camilla die Scheidung ein, während Charles und Diana ihre Scheidung im August 1996 abschlossen. Ein Jahr nach der Scheidung von Charles und Diana starb Diana am 31. August 1997. Im Februar 2005 gaben Charles und Camilla ihre Verlobung bekannt und am 9. April 2005 heirateten sie in einer standesamtlichen Zeremonie und Camilla wurde seine Frau. Die standesamtliche Hochzeit fand in der Windsor Guildhall statt. Auf Google Maps ist sie in direkter Nachbarschaft zum Windsor Castle zu finden.

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