Prinz Charles erhält Ehrendoktorwürde in Kairo

- Kairo - Die Islamische Al-Azhar-Universität in Kairo hat Prinz Charles (57) am Dienstag die Ehrendoktorwürde verliehen. Universitätsdirektor Ahmed al-Tajjib, der die Laudatio hielt, sagte, der britische Thronfolger besitze profunde Kenntnisse der islamischen Zivilisation und habe sich sehr verdient gemacht um den Dialog der Kulturen.

Prinz Charles rief in einer Ansprache vor islamischen Religionsstudenten und Geistlichen seinerseits zu mehr Toleranz auf. Er sagte, es sei für die Anhänger aller Religionen falsch, die heiligen Texte "so zu lesen, als bedürften sie keiner Interpretation, als ob wir ihre Bedeutung an der Oberfläche erkennen könnten. Damit tut man dem Wort Gottes Gewalt an, und diese Gewalt kann auch zu Gewalt gegen Menschen führen".

Auch die Auseinandersetzung um die dänischen Mohammed-Karikaturen habe gezeigt, wie gefährlich es sein könne, das, was anderen heilig ist, nicht zu respektieren. Scheich Mohammed Sajjid Tantawi erklärte: "Die Vereinten Nationen sollen ein Gesetz verabschieden, in dem festgestellt wird, dass die Beleidigung eines Propheten ein Verbrechen ist." Tantawi ist das Oberhaupt des Al-Azhar IslamInstituts, zu dem neben der Universität auch noch eine berühmte Moschee und ein Komitee für Rechtsgutachten gehören.

Charles und seine Ehefrau Camilla (58) hatten die Moschee zuvor besucht und auch mit einigen ägyptischen Religionsstudenten gesprochen. Einer von ihnen überreichte dem Paar als Souvenir zwei islamische Gebetsketten. Der britische Thronfolger und seine Ehefrau wollen noch den britischen Soldatenfriedhof aus dem Zweiten Weltkrieg in Al-Alamein besuchen sowie die Oase Siwa, bevor sie von Ägypten nach Saudi-Arabien und Indien weiterreisen.

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