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Prinz Charles sorgt sich um sein Land.

Briefe an Minister veröffentlicht

Prinz Charles mischt sich in Politik ein - Kritik

London - Ärger in England: Eigentlich ist er zu politischer Neutralität verpflichtet, doch Prinz Charles (66) hat immer wieder der britischen Regierung seine Meinung zu verschiedensten Themen mitgeteilt.

In sechs Briefen an verschiedene Minister hat Prinz Charles seine Meinung zu politischen Themen vom Klimaschutz bis zum Krankenhaus-Essen kundgetan. In den Mitteilungen, die Charles zwischen 2007 und 2009 schrieb, mischte er sich auch in Fragen wie den Erhalt von historischen Gebäuden und bezahlbaren Wohnraum auf dem Land ein.

Kritiker meinen, Charles nutze damit seine Position aus und verletze das Neutralitätsgebot eines künftigen Monarchen. Dessen Büro verteidigte die Korrespondenz am Donnerstag: Sie zeige die Besorgnis und das Interesse des Prinzen für sein Land und die Welt. „In allen Fällen spricht der Prinz von Wales Probleme von öffentlichem Interesse an und versucht, praktische Lösungen dafür zu finden.“

Der „Guardian“ hatte für die Herausgabe der Briefe gekämpft. Der Rechtsstreit kostete den Steuerzahlen mehrere hunderttausend Pfund.

Nach zehn Jahren Streit mit der Zeitung hatte die Regierung bereits Mitte Mai zehn Briefe aus den Jahren 2004 und 2005 veröffentlicht, die der britische Thronfolger an Mitglieder der Regierung geschickt hatte.

dpa

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