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Trotz der Schaukelei ist Prinz Charles bei den schwimmenden Gärten von Mexiko sichtlich in seinem Element.

Beim Besuch in Mexiko

Prinz Charles schippert durch schwimmende Gärten

Mexiko-Stadt - Auf ihrer Reise wollen die Royals vor allem Land und Leute kennenlernen. Der Prinz von Wales geht seiner Leidenschaft für den Gartenbau nach, Camilla besucht eine soziale Organisation.

Neben seinen protokollarischen Pflichten geht Prinz Charles in Mexiko auch seiner Leidenschaft nach: Der Liebhaber der ökologischen Landwirtschaft hat auf seiner Reise in das nordamerikanische Land die schwimmenden Gärten von Xochimilco besucht. Auf einer Bootsfahrt ließ sich der adelige Gartenbau-Experte am Montag (Ortszeit) die Funktionsweise der sogenannten Chinampas erklären.

Seit präkolumbischen Zeiten werden in dem Kanalsystem im Süden von Mexiko-Stadt Obst, Gemüse und Blumen angebaut. Nährstoffreicher Schlamm in Schilfmatten ermöglichen mehrere Ernten pro Jahr. Die Region gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist heute eine wichtige Touristenattraktion.

Zudem besichtigte der Prince of Wales das Museum Dolores Olmedo, in dem bedeutende Werke von Frida Kahlo und Diego Rivera zu sehen sind. Camilla besuchte unterdessen eine Stiftung zur Unterstützung von Opfern des Menschenhandels.

Im Nationalpalast der mexikanischen Hauptstadt empfing Präsident Enrique Peña Nieto das Paar. „Die Verbindungen zwischen dem britischen und dem mexikanischen Volk sind heute enger denn je“, sagte Charles. Er überbrachte dem Staatschef eine Einladung von Königin Elizabeth II. zu einem Besuch im kommenden Jahr.

Das Mexikanische Jahr in Großbritannien und das Britische Jahr in Mexiko wird 2015 in beiden Ländern mit einer Reihe von wissenschaftlichen Konferenzen, Wirtschaftsforen, Ausstellungen und Literaturfestivals gefeiert. Vertreter beider Staaten unterzeichneten am Montag eine Absichtserklärung zur gegenseitigen Anerkennung von Bildungsabschlüssen.

Zum Auftakt ihres Besuchs hatten die Royals bereits die heimische Küche kennengelernt. In Real del Monte schnürten sie sich am Sonntag Kochschürzen um und bereiteten Pasteten nach dem Vorbild der Cornish Pasty zu. Im 19. Jahrhundert siedelten sich zahlreiche Bergleute aus Cornwall in Real del Monte an, um in den Silberminen der Region zu arbeiten. Die Einwanderer brachten einst den Fußball nach Mexiko. Der Verein FC Pachuca schenkte Charles ein Trikot mit seinem Namen. „Carlos de Gales“ (Charles von Wales) stand auf dem schwarz-weißen Hemd.

Außerdem hatten die Bergleute das Rezept für die typischen Pasteten aus Cornwall im Gepäck. Während in das britische Vorbild allerdings Kartoffeln und Fleisch gehören, werden die mexikanischen Teigtaschen mit Tomaten, Gewürzen und grüner Salsa gefüllt. „Sie haben das wirklich gut gemacht“, sagte Köchin Paulina Espinosa nach dem Kochkurs. „Und es schien, als hätte es ihnen Spaß gemacht.“ Auf den Straßen der Stadt im Bundesstaat Hidalgo bewunderte das Paar die mit Blumen, Totenköpfen und Opfergaben geschmückten Altäre zum Día de Muertos (Tag der Toten).

Bis zum Mittwoch besuchen Charles und Camilla noch die Maya-Stätte Edzná auf der Halbinsel Yucatán sowie die Industriemetropole Monterrey im Norden des Landes. Vor ihrer Reise nach Mexiko hatten sie Kolumbien besucht.

dpa

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