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Thronfolger seit 66 Jahren: Prinz Charles.

"Tiefempfundene Stellungnahmen"

Prinz Charles will auch als König offen sein

London - Sollte der ewige Thronfolger Prinz Charles tatsächlich mal König werden, würde sich für die Öffentlichkeit nicht viel ändern. Denn den Mund will er sich auch dann nicht verbieten lassen.

Prinz Charles will einem Zeitungsbericht zufolge auch als König Stellung zu Themen beziehen, die ihm am Herzen liegen. Der 66-jährige britische Thronfolger werde in dieser Beziehung nicht versuchen, in die Fußstapfen seiner Mutter zu treten, sondern seine "tiefempfundenen Stellungnahmen" fortsetzen, sagte eine ungenannte Quelle dem "Guardian" vom Donnerstag. Allerdings werde er vorab stets kontrollieren, dass der Inhalt ebenso wie der Ton nicht die Monarchie schädige.

"Der Prinz ist Teil einer sich entwickelnden und stets ändernden Monarchie, er glaubt, dass einige Themen zu ernst sind, um sie zu ignorieren", sagte auch der Biobauer Patrick Holden, ein guter Freund des Prinzen, dem Blatt. Allerdings wisse er auch, dass er dabei vorsichtig sein müsse. Eine Sprecherin des Thronfolgers wollte sich zu den Angaben nicht äußern. Der Palast äußere sich grundsätzlich nicht zu "Spekulationen" über die künftige Rolle des Prinzen als König, sagte sie dem "Guardian".

Mitglieder des britischen Königshauses beziehen traditionsgemäß keine Stellung zu politischen Entwicklungen, und Elizabeth II. hat diese Diskretion zur höchsten Kunstform entwickelt. Ihr ältester Sohn dagegen äußert sich immer wieder offen zu Themen, die ihm wichtig sind, von genveränderten Lebensmitteln bis zur modernen Architektur. Nicht immer sind seine unverblümten Aussagen unumstritten. Zuletzt erntete er heftige Kritik, weil er die Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine mit Adolf Hitlers Expansionspolitik verglichen haben soll.

AFP

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