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Der kleine Prinz ist eines der Lieblingsmotive der Paparazzi.

Unerlaubte Schnappschüsse

Paparazzi-Opfer Prinz George: Palast schlägt Alarm

London - Er ist wirklich zu süß, der kleine George! Trotzdem dürfen Medienvertreter nur offizielle Bilder des Prinzen veröffentlichen. Doch viele Paparazzi halten sich nicht daran und greifen zu extremen Methoden.

Sie verstecken sich hinter Dünen, jagen jedem Wagen hinterher, der die Anwesen der britischen Königsfamilie verlässt, locken mit anderen Kindern und schrecken selbst vor einem stundenlangen Aufenthalt im Kofferraum nicht zurück - und das alles nur, um ein Exklusiv-Foto von Prinz George zu ergattern. Schon mehrfach hatten dessen Eltern höflich um Zurückhaltung gebeten, nun scheint ihre Geduld am Ende. In einem ungewöhnlich scharfen Schreiben an die Medien weltweit forderten Prinz William und seine Frau Kate am Freitag zum Boykott der Paparazzi-Aufnahmen auf.

Die Grenzen seien überschritten, erklärte der Sprecher des Kensington Palasts, Jason Knauf, in dem offenen Brief. Er warnte, die Taktiken der Paparazzi gefährdeten die Sicherheit des zweijährigen Prinzen. George sei inzwischen Lieblingsziel der Fotografen, die mit zunehmend fragwürdigeren und "besorgniserregenden Taktiken" versuchten, einen Schnappschuss zu bekommen. Als Beispiel nannte Knauf den Fall eines Fotografen, der sich vergangene Woche in der Nähe eines Spielplatzes im Kofferraum seines Wagens versteckt hatte - ausgestattet mit besonders großem Teleobjektiv und Proviant für einen Tag.

In einem anderen Fall versteckte sich ein Fotograf in Sanddünen, um George beim Spielen am Strand mit seiner Großmutter aufzunehmen. William und seine Frau seien nun in großer Sorge, ob es ihnen gelingen werde, ihren Kinder eine sorglose Kindheit ohne konstante "Belästigung und Überwachung" zu ermöglichen, erklärte ihr Sprecher. Die Leser seien sich nicht bewusst, unter welchen "unannehmbaren Umständen" die "oftmals niedlichen Aufnahmen" zustande gekommen seien. In dem Schreiben warnte Knauf weiter, das Paar behalte sich im Einzelfall auch gerichtliche Schritte vor.

Bereits im Mai hatten William und Kate durch die Polizei einen Brief an Paparazzi verteilen lassen, die mit riesigen Teleobjektiven vor ihrer Privatresidenz Anmer Hall in der ostenglischen Grafschaft Norfolk auf einen Schnappschuss warteten. Darin baten sie um die Achtung ihrer Privatsphäre.

Prinz George haben sie bislang erfolgreich von den Paparazzi abgeschirmt. Von dem süßen Blondschopf gibt es nur wenige Fotos, die entweder vom Königspalast selbst veröffentlicht wurden oder bei seinen seltenen öffentlichen Auftritten gemacht werden durften.

Die britischen Medien respektieren in der Regel die Privatsphäre der Kinder. Laut dem offenen Brief betrifft das Problem der heimlichen Fotos nur etwa eine Handvoll Medien weltweit.

afp

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