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Nach Tod von Lady Di: Prinz Harry schockiert das Königshaus mit neuen Enthüllungen

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Von: Judith Braun

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Prinz Harry
Prinz Harry schockt mit neuen Details und Enthüllungen. ©  Victoria Jones/PA Wire/dpa

Prinz Harry verrät in der neuen Doku „The Me You Can‘t See“ neue private Details über seine seelische Gesundheit und den Umgang im britischen Königshaus.

Los Angeles - Ein Skandal folgt auf den nächsten und das britische Königshaus scheint nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Zuerst sorgte das Interview, welches Prinz Harry und Ehefrau Meghan nach ihrem Megxit der US-Talkmasterin Oprah Winfrey gaben, für Gesprächsstoff. Der Sohn von Prinz Charles macht der Königsfamilie darin heftige Vorwürfe. Seitdem ist die Beziehung zwischen den beiden und auch zu Harrys Bruder, Prinz William, angespannt. Nicht mal auf der Beerdigung von Prinz Philip soll es zu einer Aussprache zwischen den beiden gekommen sein.

Nun sorgt das legendäre Interview von Lady Di und dem BBC-Journalisten Martin Bashir für Schlagzeilen. Eine interne Untersuchung ergab, dass Prinzessin Diana von Bashir getäuscht und manipuliert wurde. Trotz aller Enthüllungen und Beweise sagt Bashir selbst, er sei immer noch „stolz“ auf das Interview. Prinz Harry und Prinz William nahmen ebenfalls Stellung und attackierten den Sender BBC. Nun könnte ein drittes Interview für einen weiteren Skandal sorgen.

Prinz Harry schockt Königshaus mit nächsten Enthüllungen

In der neuen Apple TV+-Doku „The Me You Can‘t See“ spricht Prinz Harry über seine seelischen Leiden und Probleme. Erneut sitzt er Winfrey gegenüber, mit der er gemeinsam die Doku konzipiert und produziert hat. Neben dem Sohn von Lady Di kommen auch andere Prominente zum Thema mentale Gesundheit darin zu Wort, wie beispielsweise die Sängerin Lady Gaga.

Es sei ein „verwirrendes Leben“ gewesen, das Harry führen musste: „Ich wollte normal sein, statt Prinz Harry nur Harry“, verrät der 36-jährige Familienvater, wie diverse Medien übereinstimmend aus der Doku berichten. Vor vier Jahren habe er mit einer Therapie begonnen. Der Grund dafür: „Ich musste mich von meiner Vergangenheit heilen.“ Besonders der frühe und tragische Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana scheint Prinz Harry, der damals zwölf Jahre alt war, traumatisiert zu haben. Noch heute trägt er offenbar ein Bild in sich, von dem er im ersten Teil der Doku berichtet.

Prinz Harry spricht über Trauma nach Tod seiner Mutter

Es sei das erste, an das er denke, „wenn ich an meine Mama denke. Immer das Gleiche, wieder und wieder“, so der Royal-Aussteiger. „Mein Bruder und ich im Auto angeschnallt, meine Mama fährt, verfolgt von drei, vier oder fünf Mopeds mit Fotografen darauf. Dann konnte sie kaum fahren, wegen der Tränen.“ Es habe keinen Schutz gegeben, berichtet Harry. Er spüre dabei immer ein Gefühl von Hilflosigkeit. Dass er zu jung sei, um seiner Mutter zu helfen. Das habe er jeden Tag durchlebt. „Jeden einzelnen Tag, bis zu dem Tag, an dem sie starb.“

Der Tod seiner Mutter habe ihn derart erschüttert, dass ihn furchtbare Gedanken quälten. „Als meine Mutter mir kurz vor meinem 13. Geburtstag genommen wurde, wollte ich das Leben nicht mehr.“ Die Trauer um seine Mutter wollte er außerdem nicht mit der ganzen Welt teilen. Auf Bilder von der Trauerfeier für seine Mutter sieht man den jungen Harry, wie er die meiste Zeit auf den Boden starrt. „Es war als wäre ich außerhalb meines Körpers, mitlaufend, und das tuend, was von mir erwartet wurde. Ich zeigte ein Zehntel der Emotionen, die alle anderen zeigten“, beschreibt er den Schockzustand, in dem er und sein Bruder William sich an diesem Tag befanden.

Prinz Harry litt unter Panik-Attacken

Innerlich spürte er jedoch an diesem Tag eine Wut auf die Fotografen. Prinzessin Diana starb durch einen tragischen Autounfall, bei dem sie in einer Limousine von Paparazzi verfolgt wurde. „Ich war so wütend, darüber, was passiert war und darüber, dass es keine Gerechtigkeit danach gab. Absolut keine. Nichts. Dieselben Leute, die sie ihn den Tunnel gejagt hatten, machten Fotos von ihr, als sie sterbend auf dem Rücksitz des Autos lag.“ Über den Tod seiner Mutter habe er danach mit niemandem gesprochen. In der Königsfamilie wurde das Thema offenbar totgeschwiegen. Deshalb hat er versucht zu verdrängen. Indem er sich dazu entschied, nicht mehr an seine Mutter zu denken. Seinen Kummer versuchte er später mit Alkohol und Drogen zu bekämpfen.

Denn mit Ende 20 hatte er mit Panik-Attacken zu kämpfen. „Ich war mental durcheinander“, schildert er in der Dokumentation. Bei royalen Anlässen hat er versucht, seinen Kummer zu überspielen. „Immer, wenn ich einen Anzug und eine Krawatte anzog, und die Rolle spielte, dachte ich: ,Okay, auf geht‘s.‘“ Sein Körper zeigte ihm jedoch offenbar, dass etwas nicht in Ordnung war. „Bevor ich das Haus verließ, lief mir der Schweiß runter. Ich war im ‚Kampf- oder Fluchtmodus‘. Panik-Attacken, schwere Angstzustände. Daher waren die Jahre 28 bis vermutlich 32 ein Albtraum in meinem Leben. Ich flippte aus.“

Prinz Harry trank Alkohol und nahm Drogen

Danach folgte eine Zeit, in der er mit Drogen und Alkohol seinen Zustand verbessern wollte. „Ich wollte trinken, ich wollte Drogen nehmen, ich wollte die Dinge machen, die mich das, was ich fühlte, weniger fühlen ließen“, so Harry. Er habe nicht getrunken, um zu genießen, sondern um zu verschleiern. Erneut erhob er schwere Vorwürfe gegen das Königshaus. Er habe von seiner Familie keine Hilfe erhalten. „Ich dachte, meine Familie würde mir helfen, aber jede einzelne Bitte, Anfrage, Warnung, was auch immer, wurde mit totalem Schweigen oder mit totaler Vernachlässigung beantwortet.“ (jbr)

Auch eine Zusatzfolge von Harrys Doku-Serie wird es geben, wie 24royal.de* berichtet. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.Media

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