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Prinz Harry: Reporterin beklagt sich über seinen Geruch

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Prinz Harry auf einer Royal Garden Party im Buckingham Palace in London.
Prinz Harry 2019 bei einer Gartenparty im Buckingham Palace in London. Schon damals ließ er die Dinge eher ruhiger angehen (Archivbild). © Pool / i-Images / Imago

Eine Reporterin schreibt in ihren Memoiren, dass Prinz Harry bei einem Treffen 2012 nach Schnaps und Zigaretten roch. Das ist keine Überraschung.

London - Die US-amerikanische Moderatorin Katie Couric hat ihre Memoiren mit dem Titel „Going There“ veröffentlicht. Darin beschreibt sie unter anderem ein Treffen mit Prinz Harry im Jahr 2012 bei einem Polo-Match in Brasilien. „Jede seiner Poren“ habe nach Alkohol gerochen, schreibt die Reporterin, wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet.

Prinz Harry: „Sich Hilfe zu holen ist eine Stärke, keine Schwäche“

Prinz Harry ist sich seines damaligen problematischen Umgangs mit Alkohol und Drogen bewusst. „Ich wollte trinken, ich wollte Drogen nehmen, ich wollte alles versuchen und Dinge machen, die mich weniger so fühlen ließen, wie ich mich wirklich fühlte“, sagte der Royal in der aktuellen Dokumentation „The Me You Can‘t See“. Darin machen Oprah Winfrey und Prinz Harry auf die Bedeutung von psychischer Gesundheit aufmerksam. Sie tragen dazu Geschichten von Menschen aus der ganzen Welt zusammen und sprechen offen über die Stigmatisierungen, die es im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen und Depression immer noch gibt. In der Dokumentation kommen auch bekannte Persönlichkeiten zu Wort, die mit Depressionen kämpfen, etwa Lady Gaga oder der NBA-Basketballer DeMar DeRozan.

„Überall auf der Welt leiden Menschen unter emotionalen oder mentalen Schmerzen“, sagt Oprah Winfrey. Sie selbst mit eingeschlossen, denn auch die erfolgreiche Moderatorin kämpft seit ihrer Kindheit gegen Depressionen. Prinz Harry berichtet von Panikattacken und Angstzuständen, besonders nach dem Tod seiner Mutter versuchte er mit Drogen und Alkohol den Schmerz zu betäuben. „Die Entscheidung zu treffen, dass man Hilfe braucht, ist kein Zeichen von Schwäche. In der heutigen Welt ist das ein Zeichen von Stärke“, sagt Harry in der Doku.

Psychische Probleme verstärken sich durch Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hatte nicht nur starke ökonomische Folgen, auch die Psyche vieler Menschen litt. Es ist kein Zufall, dass die Dokumentation von Oprah Winfrey und Prinz Harry jetzt erscheint. „Die Folgen dieses Jahres werden wir noch jahrzehntelang spüren“, sagt Prinz Harry und spielt damit auf die Pandemie an. Kontaktbeschränkungen und Homeoffice haben viele Menschen vereinsamen lassen, Ängste und Depressionen wurden häufiger, wie beispielsweise eine Meta-Analyse von 104 Studien durch Prof. Klaus Lieb von Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz zeigte.

Wer sich depressiv oder traurig fühlt, kann in Deutschland die Nummer 0800 / 11 10 111 der Telefonseelsorge wählen und mit einem Berater sprechen. Seit der Corona-Pandemie melden sich besonders viele Menschen, der häufigste Grund: depressive Verstimmung. 2020 riefen fünf Prozent mehr Menschen an als im Jahr zuvor, insgesamt waren es 1,28 Millionen Anrufe. Bei einer depressiven Verstimmung die Nummer zu wählen, ist ein guter Schritt, sagt der Geschäftsführer der Telefonseelsorge Nordhessen Möhrer Nolte der FAZ: „[...] es ist schon ein wichtiger erster Schritt, aus der Einsamkeit, aus einer depressiven Stimmung rauszugehen, indem man nach außen tritt. Und das tun die Menschen ja, ob sie eine Mail schreiben, unseren Chat nutzen oder telefonieren.“

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