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Dänemarks Königspaar

Dänemarks Königspaar

Sorgt Prinz Henrik jetzt für Ehe-Zoff am Hofe?

Der dänische Prinz Henrik ist mit seinem Titel alles andere als zufrieden. Er fühlt sich von seiner Ehefrau, der Königin, nicht ernst genommen und schimpft öffentlich über sie. Gibt das Krach?

Kopenhagen - Der Ehemann der dänischen Königin Margrethe (77) fühlt sich von seiner Frau nicht respektiert. „Sie macht aus mir einen Narren. Ich habe mich nicht mit der Königin vermählt, um in Roskilde begraben zu werden“, sagte Prinz Henrik (83) der dänischen Zeitung „Se og Hør“. Der Grund für den öffentlichen Tadel ist nicht neu: Der Prinz wäre gern König. Das Interview vom Dienstag löste in Dänemark einigen Wirbel aus.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Königshaus bekanntgegeben, dass Prinz Henrik nach seinem Tod nicht neben seiner Frau in der Domkirche von Roskilde beigesetzt werden will. „Es ist meine Frau und nicht ich, die etwas an der Entscheidung ändern kann“, sagte Henrik der Zeitung. „Wenn sie will, dass wir zusammen begraben werden, muss sie mich zum Königinnengemahl machen. Fertig.“ Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt. Der Bildhauer Bjørn Nørgaard fertigte bereits einen Sarkophag für die beiden an.

Prinz Henrik ist nur die Nummer drei

Prinz Henrik hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit seinem Prinzen-Titel nicht glücklich ist. 2016 ging er in den Ruhestand und legte dabei auch den Titel „Prinzgemahl“ ab. Es sei an der Zeit, dass die Männer den Frauen gleichgestellt würden, erklärte der Prinz mit französischen Wurzeln bereits 2009 in einem Interview.

Die Gemahlinnen von Regenten bekommen demnach gewöhnlich den Titel „Königin“. Daher wolle er als Regentengemahl auch den Titel „König“ erhalten. Auch dass er durch seine Rolle am Hof nur die Nummer Drei hinter der Königin und seinem Sohn Kronprinz Frederik ist, geht dem Prinzen gewaltig gegen den Strich.

Frederik hat die Entscheidung seines Vaters, nicht neben seiner Frau begraben zu werden, am Donnerstag bedauert. „Ich kann nur sagen, dass mich die Entscheidung meines Vaters in vielerlei Hinsicht sehr traurig macht“, sagte er Reportern nach einer Veranstaltung in Aarhus am Donnerstag.

Prinz Henrik habe sich gewünscht, seine Gründe für die Entscheidung, weiter zu erklären, sagte die Sprecherin des Hofes, Lene Balleby, im dänischen Fernsehen am Mittwoch. „Und dazu hat er das Recht.“ Dänischen Medienberichten zufolge kam Königin Margrethe am Dienstag in Frankreich an. Dort will sie mit ihrem Ehemann Urlaub machen.

Er hatte es nicht leicht

Margrethe und Henrik sind seit 50 Jahren miteinander verheiratet. Der Prinz hatte lange Zeit einen schweren Stand bei den Dänen. Jahrzehntelang haben sich Medien über ihren Prinzen aus Frankreich ausgelassen. Er spreche auch nach langer Zeit immer noch ein merkwürdiges Dänisch und sei mit seiner Rolle als Prinzgemahl nie zufrieden, hieß es oft. Mit den Jahren verdiente er sich aber den Respekt seiner neuen Landsleute.

dpa

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