Queen-Ehemann Prinz Philip ist tot
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Griechischer Vater, deutsche Mutter

Wurzeln in Deutschland, flapsige Sprüche: Prinz Philip im Portrait

  • vonLaura Rodrigues
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Von den Briten geliebt und verehrt, stirbt Prinz Philip im Alter von 99 Jahren in seiner Heimat auf Schloss Windsor. Seine Wurzeln liegen allerdings nicht in Großbritannien, sondern auch in Deutschland.

London - In Griechenland geboren, im schottischen Internat aufgewachsen, in England gestorben. Prinz Philip war einer der hochrangigen Aristokraten Europas, dessen Wurzeln und Stammbaum heute aber die wenigsten kennen.

Prinz Philip gestorben: Viele deutsche Verzweigungen im Stammbaum

Denn im weit verzweigten Stammbaum von Prinz Philip kommen auch viele Deutsche Verwandte vor. So zeigt schon sein Geburtsname des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, dass seine Vorfahren aus Deutschland stammten.

Zur Welt kam der Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II 1921 allerdings auf der griechischen Insel Korfu als Prinz von Griechenland und Dänemark. Sein Vater war Andreas von Griechenland. Seine Mutter Prinzessin Alice von Battenberg stammte aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen. Sie war die Urenkelin der britischen Queen Victoria.

Prinz Philip: Er besuchte die deutsche Eliteschule Salem

Teile seiner Kindheit und Jugend verbrachte Prinz Philip dann auch selbst in Deutschland, denn er besuchte zeitweilig die Eliteschule Salem in Süddeutschland. Spätestens hier konnte er sein Deutsch schärfen, das er dann schnell fließend sprach.

Prinz Philip in Austrailen: „Werft ihr eigentlich noch mit Speeren?“

Die Sprache im Allgemeinen sollte eines seiner Markenzeichen werden, denn Prinz Philip nahm sich nicht immer so vornehm zurück, wie es die Welt vielleicht von dem Mann der Queen erwartet hätte. Witzig, locker, manchmal sogar unangemessen und unter der Gürtellinie sagte Prinz Philip das, was er dachte. „Werft ihr eigentlich immer noch mit Speeren?“, fragte er auf einem Staatsbesuch in Australien den Stammesführer der Aborigines im Jahr 2002. Den Prinzen von Jamaika fragte er einst: „Stammen nicht die meisten von ihnen von den Piraten ab?“

Nicht immer „so amused“: Queen Elisabteh II und ihr Prinz Philip

Königin Elisabeth II: Nicht immer amused über Prinz Philips Sprach-Eskapaden

Die Queen war über solche Kapriolen nicht immer so amused, aber selbstverständlich auch so sehr royaler Profi, als sich dies anmerken zu lassen. Vermutlich ahnte sie nicht selten, dass ihr Ehemann schlicht gern ein wenig provozierte, was man unschwer an seinem spitzbübischen Lächeln sehen konnte, das er sich bis ins ganz hohe Alter erhalten konnte. Auch sich selbst nahm er nicht zu ernst und sagte angesprochen auf seine mitunter lockere Zunge einmal: „Ich hatte nie besondere Hemmungen, wenn es darum ging, über Themen zu sprechen, von denen ich keine Ahnung habe.“ 

Prinz Philip heiratete Elizabeth im 1947. 1952 bestieg Elizabeth den Thron, Philip wurde so Prinzgemahl. Das Paar hatte vier Kinder. 1948 kam Charles zur Welt, 1950 folgte Tochter Anne, 1960 dann Sohn Andrew und 1964 schließlich Sohn Edward. Am 9. April 2021 schlief er friedlich ein.

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