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Prinz William muss bei seiner Asienreise auf seine Frau Kate verzichten.

Royals auf Tour

Prinz William besucht China und Japan - ohne Kate

London - Die schwangere Kate und Söhnchen George bleiben zu Hause, wenn Prinz William nach Japan und China reist. Wie immer geht es nicht nur ums Vergnügen, sondern auch um Diplomatie.

Historische Gärten, Teezeremonie und eine Tour durch die Verbotene Stadt: Der britische Prinz William (32) lernt auf seiner ersten Reise durch Japan und China Tradition und Geschichte der ostasiatischen Länder kennen. An diesem Donnerstag kommt der Enkel der Queen in Tokio an, am Sonntag (1.3.) reist er weiter nach Peking - ohne seine schwangere Frau Kate (33) und Sohn George (1), die in Großbritannien bleiben. William ist knapp eine Woche lang unterwegs.

Der zweite Teil der Reise wird in Großbritannien besonders intensiv diskutiert. Seit einem Besuch von Königin Elizabeth II. im Jahr 1986 war kein hochrangiger Royal mehr in China zu Gast.

Charles tat sich mit Peking schwer

Vor allem Williams Vater, Thronfolger Prinz Charles (66), hat ein schwieriges Verhältnis zum Reich der Mitte: Als er 1997 in Hongkong war, um an der Übergabe der früheren britischen Kolonie an die Volksrepublik teilzunehmen, bezeichnete er in Notizen chinesische Diplomaten als „fürchterliche alte Wachsfiguren“. Die Aufzeichnungen wurden bekannt und sorgten für viel Aufsehen.

Dass der Zweite der britischen Thronfolge nun Regierungsvertreter der Volksrepublik trifft und das Gespräch mit Schülern und Landbewohnern sucht, wird daher als Versuch gewertet, die diplomatischen Beziehungen zum bevölkerungsreichsten Land der Erde zu stärken. Der Prinz ist im Auftrag der britischen Regierung unterwegs.

Ausflug zu Elefanten

Ein persönlicher Höhepunkt für William dürfte der Ausflug zu freilebenden Elefanten in der chinesischen Provinz Yunnan werden - wenn sie sich denn zeigen. 250 der Tiere leben dort. William engagiert sich wie sein Vater seit Jahren für den Schutz von Tieren vor Wilderei.

In Japan steht auch ein sehr ernster Programmpunkt an: Der Prinz begegnet Menschen, die von dem Erdbeben und der folgenden Tsunami-Katastrophe im März 2011 betroffen waren. Damals starben fast 19.000 Menschen. In der Provinz Fukushima, wo es nach dem Beben zum GAU in einem Atomkraftwerk kam, lässt William sich über einen neuen Spielplatz führen. Kinder können dort in diesem Frühjahr erstmals wieder im Freien spielen.

Der Privatsekretär des Prinzen, Miguel Head, sagte vor der Reise, William interessiere sich für Japan und China. Der Prinz freue sich, die beiden Länder besser kennenzulernen.

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dpa

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