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Prinz William – Leben und Karriere des späteren Königs

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Der britische Prinz William und seine Frau Kate, Herzogin von Cambridge
Der britische Prinz William und seine Frau Kate, Herzogin von Cambridge © picture alliance/dpa/PA Media | Kensington Palace

Prinz William wird einmal König von Großbritannien

London – Prinz William ist Anwärter auf die britische Krone und nach seinem Vater Prinz Charles der zweite in der Thronfolge. Gespannt wartet die Welt darauf, dass Prinz William an die Macht kommt. Eine moderne Monarchie gemeinsam mit seiner Frau Kate – das wünschen sich die Briten sehr. So manches Mal hat er bereits bewiesen, dass junge, progressive Ideen in ihm schlummern. Zusammen mit seiner Familie und seinen vielen Engagements schlägt er schon jetzt einen neuen Weg als zukünftiger König ein.

Prinz William: Seine Position im Stammbaum

Prinz William wurde am 21. Juni 1982 geboren. Als Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana (36, †1997) gilt er als baldiger König. Im Stammbaum des britischen Königshauses befindet er sich momentan an zweiter Stelle der Thronfolge. Wird seine Großmutter Queen Elizabeth II. nach einer rekordverdächtigen Amtszeit von fast 70 Jahren abdanken oder versterben, ist der nächste rechtmäßige Erbe auf die Krone sein Vater Prinz Charles. Fraglich ist jedoch, ob er sein Amt antreten oder den Titel vielleicht direkt an William weitergeben wird.

Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Prinz Harry ist der fünfte innerhalb der Thronfolge. Allerdings hat er gemeinsam mit seiner Frau Meghan seine königlichen Pflichten niedergelegt. Prinz William und seine Frau Kate sind inzwischen seit 10 Jahren verheiratet. Ihre drei Kinder George, Charlotte und Louis sind ebenfalls potenzielle Anwärter auf die Krone. Nach William wird der kleine Prinz George irgendwann einmal der nächste König von England werden.

Prinz William: Das sind seine Kinder

In freudiger Erwartung auf Prinz Williams und Kates erstes Kind warteten internationale Medien Anfang Juli 2013 vor dem St. Mary‘s Hospital in Paddington. Es war dasselbe Krankenhaus, in dem Prinzessin Diana damals auch Prinz William und seinen Bruder zur Welt brachte. Am 22. Juli 2013 gab das britische Königshaus bekannt, dass Kate einen Jungen zur Welt gebracht hatte. Zwei Tage später wurde der Name des Babys bekannt gegeben: George Alexander Louis, der als „Seine Königliche Hoheit Prinz George von Cambridge“ bezeichnet wird.

Prinz William und Kate begrüßten am 2. Mai 2015 ihr zweites Kind. Die Herzogin von Cambridge brachte im gleichen Krankenhaus eine Tochter zur Welt, Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana. Charlotte ist das fünfte Urenkelkind von Queen Elizabeth II und die vierte auf dem Thron nach ihrem Bruder Prinz George. Fast drei Jahre später gebar Kate am 23. April 2018 Prinz Louis Arthur Charles. Er ist das dritte und neueste Mitglied ihrer Familie und der fünfte Erbe in der Thronfolge.

Prinz William: Wie war seine Kindheit früher?

Der Thronfolger besuchte früher einen Kindergarten in West-London. Anschließend ging er auf die Wetherby-Schule in Kensington und die Ludgrove-Schule in Wokingham. Auf Drängen seines Großvaters, Prinz Philip (99, †2021), trat Prinz William 1995 in das Eton College ein, eine der angesehensten Sekundarschulen in England. Er galt als Schüler mit hervorragenden Noten und sportlichem Talent. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder unternahm er gern Aktivitäten im Freien, wie Skifahren, Reiten, Angeln und Schießen.

Seine Mutter Prinzessin Diana versuchte ihn und seinen Bruder weitestgehend an das bürgerliche Leben heranzuführen. Sie zeigte ihnen beispielsweise Fastfood und Freizeitparks. Prinz William litt sehr unter der Scheidung seiner Eltern im Jahr 1996. Noch schwerer traf ihn der Verlust seiner Mutter ein Jahr später. Er erklärte öffentlich seine Abneigung gegen die Presse und drückte sein Unbehagen über die wachsende Aufmerksamkeit aus, die er von verliebten jugendlichen Mädchen erhielt. Er galt als gutmütiger, verantwortungsbewusster und reifer junger Mann, der ein starkes Pflichtbewusstsein besitzt.

Prinz William: So gestaltete sich sein beruflicher Werdegang

Wie sein jüngerer Bruder, Prinz Harry, trat Prinz William als Militärkadett in die Royal Military Academy Sandhurst ein und wurde Zweiter Leutnant in der sogenannten Household Cavalry. Im Jahr 2010 absolvierte er einen Kurs für Such- und Rettungspiloten bei der Royal Air Force. Im September 2013 kündigte Prinz William an, dass er das Militär verlassen werde, um sich auf seine königliche Verantwortung und Wohltätigkeitsarbeit zu konzentrieren.

Er übernahm beispielsweise die Schirmherrschaft von Centrepoint, einer Organisation für obdachlose Jugendliche, und des Tusk Trust, der sich der Erhaltung der afrikanischen Tierwelt widmet. Während Prinz William weiterhin seine königlichen Pflichten wahrnahm, kündigte er 2014 an, dass er eine Position als Pilot für Bond Air Services, einer Flugambulanzfirma, übernehmen werde. Er begann 2015 mit der Ausbildung für diese Stelle. Angeblich war er damit der erste des britischen Königshauses, der im privaten Sektor beruflich tätig war. Sein Gehalt spendete er für wohltätige Zwecke.

Prinz William: So beliebt ist er in England

Im Jahr 2014 wurde sein Bruder Prinz Harry laut einer Statista-Umfrage als der Beliebteste im britischen Königshaus eingestuft. Prinz William hingegen wurde nur Dritter. Ähnlich sah es nach der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Mai 2018 aus. Als sich die beiden jedoch entschieden, das königliche Leben hinter sich zu lassen, veränderte sich die Meinung in England. Mittlerweile ist Queen Elizabeth II. auf Platz 1 gefolgt von ihrem Enkel Prinz William. Seine Frau Kate ist die dritt beliebteste Person der Königsfamilie. Das sind die aktuellen Top 10 in Großbritannien:

Prinz William: Wieviel Macht hätte er als König?

Der Monarch in England ist eine wichtige Institution, die vor allem repräsentative Aufgaben erfüllt. In politischer Hinsicht hat ein König oder eine Königin keine direkte Macht. Jedoch kann der Einfluss des Monarchen Beziehungen stärken und somit auch die politischen Verhältnisse vereinfachen. Vor allem Queen Elizabeth II. nutze ihre Position, um Verbindungen zu den USA, Deutschland oder Australien zu festigen. Wie seine Großmutter wird auch Prinz William zusätzlich ein paar wichtige Privilegien erhalten.

Dazu zählen beispielsweise die Eröffnung und Schließung des Parlaments, die Ernennung des Premierministers sowie die Begnadigung von inhaftierten Personen. Außerdem wird Prinz William jede Gesetzesvorlage aufgezeigt, die nur mit seiner Zustimmung später zum Gesetz wird. Des Weiteren wird er nach Rücksprache mit den entsprechenden Ministern auch die Macht haben, Krieg zu erklären und zu eröffnen.

Prinz William: Kate und er modernisieren die Monarchie

Prinz William und Kate sind bekannt für ihre lockere Art. Oft zeigen die beiden sich nahbar und lachen auch gern herzlich in die Kameras. Von einem steifen und zu vornehmen Verhalten, wie man es früher aus dem britischen Königshaus kennt, ist bei dem Paar nichts zu erkennen. So wie sie sich präsentieren, spiegeln sie den Zeitgeist wider und wirken dadurch deutlich frischer. Sie erscheinen wie eine ganz normale Familie, mit der sich viele Menschen identifizieren können.

Bereits ihre Ehe war ein großer Schritt weg von der Konvention hin zu einer modernen Lebenseinstellung. Der Prinz heiratete Kate – eine Bürgerliche ohne adligen Hintergrund. Ein Umstand der vor vielleicht 50 Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Es ist anzunehmen, dass die komplizierte Ehe zwischen Charles und Diana Ausgangspunkt für moderne Denkweisen wurde. Auch die Ehe zwischen Prinz Harry und der Schauspielerin Meghan Markle unterstreicht den aktuellen Zeitgeist der britischen Monarchie.

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