1. Startseite
  2. Boulevard

Dianas Skandal-Interview: Nach Manipulations-Vorwürfen gibt es nun wohl Millionen-Schmerzensgeld

Erstellt:

Von: Lukas Einkammerer

Kommentare

Nach der Enthüllung, dass Dianas Skandal-Interview 1995 Manipulation zugrunde lag, will die BBC nun eine Entschädigung in Höhe von 1,76 Millionen Euro zahlen.

London - Als sich Prinzessin Diana 1995 mit dem renommierten britschen Journalisten Martin Bashir für ein Interview trifft, kann niemand ahnen, welche Konsequenzen dieses Gespräch noch haben würde. Sie vertraut ihm und spricht ehrlich über ihre Ehe, das Königshaus und ihre Essstörung. Auch ihr Noch-Ehemann Charles wird zum Thema, als ihm Diana vorwirft, unfähig zu sein, das Land zu regieren. Es sind Worte, die die Welt bewegen und schockieren. Vor allem aber sind es Worte, die Fragen aufwerfen. Denn es herrscht Unverständnis darüber, warum das Interview so lief wie es lief. Im Anschluss an die Übertragung spricht sich Dianas Bruder Earl Spencer offen gegen Martin Bashir aus und beschuldigt ihn, das Gespräch durch Manipulation beeinflusst zu haben. 26 Jahre lang werden die Vorwürfe abgewiesen - nun haben sie Nachforschungen und Untersuchungen endlich bestätigt.

Dianas Skandal-Interview: BBC bestätigt Manipulationsvorwürfe

Im Mai diesen Jahres veröffentlichte die BBC die Ergebnisse einer langwierigen Untersuchung der Vorwürfe. Wie bbc.com berichtet, soll der amtierende Richter Lord Dyson zu dem Schluss gekommen sein, dass Martin Bashir das Interview wie vermutet manipuliert hatte. Er soll sich mit gefälschten Bankunterlagen Zugang zu Diana verschafft haben und bereits zuvor Earl Spencer mit falschen Dokumenten dazu bewegt haben, ihm seine Schwester vorzustellen. Vor allem aber soll die Investigation ergeben haben, dass der Sender Bashirs Taktiken damals bewusst verschwiegen hatte.

Prinzessin Diana ist im Interview mit Martin Bashir.
Prinzessin Diana im Gespräch mit Martin Bashir. Das Interview gilt bis heute als großer Skandal. © IMAGO / ZUMA Wire

Dianas Skandal-Interview: BBC will Schmerzensgeld zahlen

Im Anschluss an die Enthüllungen soll die British Broadcasting Corporation Entschuldigungsbriefe an die königliche Familie und Earl Spencer geschrieben, sowie alle Preise, mit denen das Interview ausgezeichnet wurde, zurückgegeben haben, so bbc.com. Dabei belassen will es der Sender aber nicht, wie dailymail.co.uk berichtet. Denn zudem soll nun ein Schmerzensgeld in Höhe von 1,76 Millionen Euro an eine Stiftung der Wahl des Königshauses gespendet werden. Dieser Betrag soll in etwa die Summe wiederspiegeln, die einst mit dem Verkauf der Rechte des Interviews gemacht wurde.

Dianas Skandal-Interview: Dianas Familie äußert sich zu neuen Enthüllungen

Laut dailymail.co.uk soll sich Rosa Monckton, eine enge Freundin von Diana, zu den neuen Entwicklungen geäußert haben. Sie soll die Spende als eine „bewundernswerte Entscheidung“ befunden, aber auch darauf hingewiesen haben, dass die Geste den Vorfall nicht ungeschehen machen würde. Auch Prinz William soll sich offen gegen die BBC ausgesprochen und den Sender dafür verurteilen, das Leben seiner Mutter ruiniert zu haben. Zwar soll er bei der Entscheidung der Corporation, Schmerzensgeld zu zahlen, mitgewirkt haben, laut dailymail.co.uk glaube er aber, dass noch immer ungeklärte Sachlagen bestünden. Diesen wolle er in privater Zusammenarbeit mit der BBC nun auf den Grund gehen. (le)

Erst vor kurzem verrieten Prinz William und Kate Middleton, dass sie sich um ihren Sohn George sorgen. Außerdem sorgt Prinz Harrys Buch-Ankündigung gerade für viel Aufmerksamkeit.

Auch interessant

Kommentare