Auf der Beerdigung

Nach Dianas Tod: Prinz Philip wich William und Harry nicht von der Seite - aus einem rührenden Grund

Der Abschied von Prinz Philip dürfte seiner Familie unendlich schwerfallen. Besonders für William und Harry war er in schwierigen Momenten eine besondere Stütze.

London - Schulter an Schulter werden Prinz William und Prinz Harry in wenigen Tagen den Mann zu Grabe geleiten, der sie einst bei ihrem schwersten Gang stützte. Nach dem Tod von Prinz Philip ist die britische Königsfamilie in tiefer Trauer, seine Enkel William und Harry hatten stets eine enge Bindung zu ihrem Großvater. Für den Weg zu seiner letzten Ruhe werden sich die Brüder wiedervereinen und ihm so eine besondere Ehre erweisen.

Harry und William: Nach dem Tod von Diana stand Prinz Philip ihnen bei

Wie innig die Beziehung zwischen den dreien war, verdeutlicht eine besondere Anekdote. Denn die beiden Prinzen mussten schon früh im Leben einen schweren Verlust verkraften: den Tod ihrer Mutter Prinzessin Diana. Damals war der Trubel um die Beerdigung der verstorbenen Prinzessin riesig, von ihren beiden Söhnen wurde erwartet, dass sie den Sarg ihrer Mutter begleiten - vor den Augen der gesamten Welt. Ein Gang, gegen den sich wohl vor allem der damals 15-jährige William zunächst gewehrt hatte.

„Es war keine leichte Entscheidung und es war eine Art kollektive Familienentscheidung, das zu tun... es gibt diese Balance zwischen Pflicht und Familie und das war es, was wir tun mussten“, erklärte William viele Jahre später in einer Doku der BBC. Es sei ein Balanceakt zwischen „zwischen mir als Prinz William, der seine Pflicht tun musste, und dem privaten William, der nur in ein Zimmer gehen und weinen wollte, weil er seine Mutter verloren hatte.“

Prinz Philip begleitete seine Enkelsöhne William und Harry bei der Beerdigung ihrer Mutter Diana.

Prinz Philip begleitete William und Harry auf ihrem schwersten Gang

Am Ende überzeugt hat ihn im Rahmen der „Familienentscheidung“ wohl einzig Prinz Philip. Der Herzog von Edinburgh machte sich damals große Sorgen um seine beiden Enkel und überlegte, wie er ihnen den schweren Schritt leichter machen könnte, beschreibt die Royal Biografin Ingrid Seward in ihrem Buch „My Husband And I: The Inside Story of the Royal Marriage“, aus dem britische Medien zitieren. Der Queen-Gatte beschloss daher als Stütze und Begleiter seiner beiden Enkel gemeinsam mit ihnen den Sarg zu Grabe zu tragen. Er soll zu William gesagt haben: „Wenn du gehst, gehe ich auch.“

Selbstverständlich war das damals nicht: Prinz Charles und Prinzessin Diana hatten sich scheiden lassen. Zum Zeitpunkt ihres Todes war sie kein offizielles Mitglied des Königshauses. Hinzu kam, dass Prinz Philip und Lady Di eine wohl starke gegenseitige Abneigung hegten. Auswirkungen auf seine Beziehung zu ihren Söhnen hatte das nicht. Doch um das Leid von William und Harry zu lindern, beschloss er, ihnen auf diesem schweren Weg nicht von der Seite zu weichen. Nun müssen die in letzter Zeit zerstrittenen Brüder von ihrer großen Stütze, ihrem Beschützer und Großvater Abschied nehmen. Seinen letzten Weg wird er nicht ohne sie gehen. (mam)

Rubriklistenbild: ©  Michael Kappeler/dpa

Auch interessant

Kommentare