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Prinzessin Estelle von Schweden ist erst ein Jahr alt, hat aber schon eine Autobiografie "geschrieben"

Prinzessin Estelle (1) "schrieb" Autobiografie

Stockholm - Am Samstag (23. Februar) hat Prinzessin Estelle von Schweden ihren ersten Geburtstag, und schon können ihre Landsleute sie als "Autorin" einer Autobiografie bewundern.

„Das Buch über mein erstes Jahr“ lockt der Titel in den Schaufenstern. Das erste Kind von Kronprinzessin Victoria (35) und Prinz Daniel (39) lächelt auf dem Umschlag schon ziemlich superstarmäßig in die Kamera, mit kecker roter Schleife auf dem noch schütteren royalen Haupt.

Der Ghostwriter von Sätzen wie „Ich und Oma Silvia hatten einen wunderbaren Sommer auf Schloss Solliden“ heißt Leif Brännström und arbeitet für die Boulevardzeitung „Expressen“. Das Blatt verkauft das immerhin 132 Seiten dicke Estelle-Buch eine Woche vor und nach dem ersten Geburtstag der wahrscheinlich übernächsten Königin von Schweden.

Schwedens Prinzessin Estelle in Schlosskirche getauft

Schwedens Prinzessin Estelle in Schlosskirche getauft

Und es hofft auf ein sattes Geschäft bei geheim gehaltener Auflage mit dem Werk im Stil eines beschrifteten Familienalbums. „Das Interesse an Estelle ist riesig“, sagt Brännström. Weder der Hof noch die Eltern hätten am Buch mitgewirkt, bekennt er. Man habe aber gehört, dass Victoria und Daniel „höchst angetan“ seien.

Interesse an der Popularität

Das Königshaus riegele zwar alles rund um den ersten Enkel von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia hermetisch vor Medien und anderen Neugierigen ab. „Aber der Hof zeigt schon auch professionelles Interesse an der Popularität der kleinen Prinzessin“, meint Brännström.

Tatsächlich lockt das Königshaus seit Oktober mit der Ausstellung „Prinzessin Estelle - Geburt und Taufe“ zahlende Besucher ins Stockholmer Schloss. Die Eltern, mit ihrer Tochter im Stockholmer Schloss Haga heimisch geworden, legen regelmäßig offizielle Babyfotos im Internet aus. Rechtzeitig vor dem ersten Familiengeburtstag am Samstag baten Victoria und Daniel statt Geschenken an Estelle um Spenden für ihre „Hochzeitsstiftung“, die aus der Bahn geworfenen Kindern und Jugendlichen hilft.

Für die dem Königshaus gesonnene Zeitung „Expressen“ steht das royale Baby absolut im Zentrum. Als der Thronwechsel von der niederländischen Königin Beatrix zu ihrem Sohn Willem Alexander bekanntwurde, titelte das Blatt: „Estelles Taufpate wird König“.

Vielleicht sehen es die meisten der knapp zehn Millionen Schweden aber doch entspannter. Der von Medien vorhergesagte Boom für den bisher im Norden wenig üblichen Namen Estelle ist ausgeblieben. 2011 entschieden sich 65 schwedische Eltern dafür und 2012 nur 55, wie die Zeitung „Svenska Dagbladet“ berichtete.

dpa

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