Bei Probe für Prinzenhochzeit sprühen Funken

- Madrid - Bei der Generalprobe für die Hochzeit des spanischen Kronprinzen Felipe mit der Ex-Journalistin Letizia Ortiz sind Funken gesprüht. Wie die Zeitung "El Mundo" berichtete, brannte in der Madrider Almudena-Kathedrale eine elektrische Orgel durch.

<P>Das Instrument soll repariert oder durch ein neues ersetzt werden. Bei der Probe führte Königin Sofía die Aufsicht. Ein junges Paar übernahm die Rollen von Felipe und Letizia, Statisten spielten die Hochzeitsgäste.</P><P>Die Kosten der Prinzen-Hochzeit am Samstag dürften sich auf über zwölf Millionen Euro belaufen. Allein das Sicherheitsaufgebot verschlingt nach Angaben der Polizei acht Millionen Euro. Die eigentliche Zeremonie und das Hochzeitsmahl schlagen mit 2,5 Millionen Euro zu Buche. Madrid ließ sich das Ausschmückung der Stadt über zwei Millionen Euro kosten. Die Regierung bucht die Ausgaben unter der Rubrik "Unvorhergesehenes" ab. "Die Zahlen sind nicht so gewaltig, dass wir dafür einen Sonderkredit aufnehmen müssten", witzelte Finanzstaatssekretär Miguel Angel Fernández Ordóñez.</P><P>Derweil ließ der Diebstahl von mehreren Ultraleichtflugzeugen Befürchtungen aufkommen, die Maschinen könnten für mögliche Terroranschläge benutzt werden. Der Direktor eines Flugplatzes bei Murcia in Südostspanien, Antonio Lorenzo, bestätigte, dass die Polizei und Sicherheitsbeamte des Königshauses wegen der Diebstahlserie Ermittlungen aufgenommen hätten.</P><P>Auf über zehn Flugplätzen in Spanien seien Diebstähle von Fluggeräten registriert worden. Polizeiexperten wiesen allerdings darauf hin, dass die Diebstahlserie nicht unbedingt mit möglichen Attentatsplänen zusammenhängen müssten. Es könne auch sein, dass kriminelle Banden die Fluggeräte im Ausland verkaufen oder für den Drogenschmuggel einsetzen wollten.</P><P>Felipe und Letizia machen am Tag der Vermählung einen Bogen um die Stelle, an der ein Attentäter 1906 eine Bombe auf den Hochzeitszug des damaligen Königs Alfonso XIII. geworfen hatte. Dies geht aus der Route hervor, die das Königshaus für die Fahrt des Brautpaars durch Madrid vorläufig festgelegt hat.</P><P>Die Route führt entgegen den Erwartungen nicht durch die Straße Calle Mayor, in der bei der letzten königlichen Hochzeit vor 98 Jahren ein Anarchist ein Blutbad angerichtet hatte. Der Attentäter hatte von einem Balkon eine Bombe auf die Hochzeitskutsche von Alfonso XIII. geworfen und 23 Menschen getötet. Der damalige König, der Urgroßvater von Felipe, und dessen Braut Victoria Eugenia de Battenberg überlebten den Anschlag unverletzt.</P>

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