Prominente verteidigen Moss

- London - Der Drogenskandal um das britische Top-Model Kate Moss zieht immer weitere Kreise: Am Donnerstag kündigte auch das Kosmetikunternehmen Rimmel eine Überprüfung des seit 2001 laufenden Vetrags mit Moss an. Die Firma teilte mit, man sei über das Verhalten der 31-Jährigen "schockiert und bestürzt". Die zum US-KosmetikGiganten Coty gehörende Marke zählt vor allem weibliche Teenager zu ihren Kunden. Unterdessen haben einige Prominente Kate Moss verteidigt.

Das Privatleben des Top-Models gehe niemanden etwas an, sagte die französische Schauspielerin und frühere Werbeträgerin für Chanel, Catherine Deneuve in einem Fernsehinterview. "Sie ist eines der besten Models, das ich je gesehen habe", sagte die 61-jährige Deneuve, "wenn sie ihr Privatleben ruiniert, geht das sonst niemanden etwas an".

Auch die Sängerin Charlotte Church hat Mitleid mit Kate Moss. "Sie tut mir Leid, denn irgendein schrecklicher Mensch hat mit den Bildern von ihrem Kokain-Konsum eine Menge Geld gemacht", sagte die 19jährige. "Was sie getan hat, ist nicht in Ordnung, aber in der Modeindustrie gab es schon immer Drogen, so schockierend ist das jetzt alles nicht."

In dieser Woche hatten bereits die beiden Modehäuser Chanel und Burberry ihre Verträge mit Moss gekündigt. Die schwedische Bekleidungskette H&M hatte schon am Dienstag eine geplante Herbstkampagne mit der 31-Jährigen abgesagt. Das Model hat noch einen Vertrag mit dem Pariser Modehaus Dior. Das Unternehmen hat sich zu dem Drogenskandal bislang nicht geäußert.

Die Zeitung "The Sun" veröffentlichte am Donnerstag neue Vorwürfe. Kate Moss habe auch die besonders stark wirkende Droge Crack-Kokain geraucht. Das Blatt berief sich auf die Angaben eines Freundes von Kates Bruder Nick, der dies erzählt habe. Der Anwalt des Models hat dies aber dementiert.

Die Londoner Polizei hat bereits Ermittlungen gegen Moss angekündigt. Zudem wolle die Sozialbehörde überprüfen, ob die Mutter einer zweijährigen Tochter noch ihren erzieherischen Aufgaben gerecht werden könne, berichteten britische Medien am Donnerstag.

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