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Charlotte Roche und Mario Adorf sind zwei der 100 Unterzeichner des Aufrufs "Wir sind die Urheber'"

Promis fordern Stärkung des Urheberrechts - Internet reagiert 

Berlin - Nach dem Aufruf von 100 prominenten Autoren und Künstlern zur Stärkung des Urheberrechts haben Internet-Nutzer eine Gegenerklärung veröffentlicht.

„Wir wollen das Urheberrecht nicht abschaffen“, betonen die Unterzeichner, innerhalb weniger Stunde mehr als 2500. Das Internet habe aber die Rahmenbedingungen für kulturelles Schaffen dramatisch verändert, womit sich für alle neue Fragen stellten.

„Wir Bürgerinnen und Bürger sind mit den Regeln überfordert, wenn wir im Internet kreativ werden“, heißt es in der Erklärung. So sei es unklar, wie viel Text zitiert werden dürfe, ob man eigene Interpretationen von Lieblingsliedern aufnehmen und im Netz veröffentlichen dürfe oder welche Art der Nutzung mit dem Kauf einer CD oder eines Buchs abgegolten sei. „Wir müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen so ausgestalten, dass die Interessen der Urheber gewahrt bleiben - und dass gleichzeitig möglichst viele Menschen diese Regeln als gerecht empfinden und sich daran halten“, fordern die Unterzeichner und rufen zur gemeinsamen Suche nach Lösungen auf.

Am Donnerstag hatten die 100 Erstunterzeichner eine Erklärung „gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ veröffentlicht und das Urheberrecht als „historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit“ bezeichnet. Zu ihnen gehören die Schriftsteller Daniel Kehlmann, Charlotte Roche, Julia Franck, Uwe Tellkamp, Martin Walser und Günter Wallraff sowie Künstler wie der Schauspieler Mario Adorf. Auch der Musiker und Schriftsteller Sven Regener unterschrieb - er hatte die Debatte im März mit einer heftigen Polemik in Fahrt gebracht.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder erklärte, er könne die Schriftsteller und Musiker gut verstehen, die momentan den Schutz ihres geistigen Eigentums auch im Internet einforderten. Allerdings dürfe das Netz nicht als Gegenspieler der Kultur betrachtet werden. Das Internet könne die Popularität von Künstlern fördern - „und zwar ohne riesige Werbetats“, schrieb Kauder in einem Beitrag für „Spiegel Online“.

dpa

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