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Kremlchef Wladimir Putin hat Schauspieler Gérard Depardieu nach der Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft persönlich einen Pass des Riesenreichs übergeben.

Dinner mit Kreml-Chef

Putin übergibt Depardieu russischen Pass

Moskau - Sei umarmt, Genosse: Bei einem Treffen am Schwarzen Meer hat Neu-Russe Gérard Depardieu von Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich seine neue Staatsbürgerschaft erhalten.

Der 64-jährige Schauspieler nahm am Wochenende seinen neuen russischen Pass entgegen, wie Putins Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag bestätigte. Zuvor war Depardieu zu einem Abendessen mit Putin nach Russland gereist.

Der Filmstar traf am Samstagabend in der russischen Präsidentenresidenz in der Schwarzmeerstadt Sotschi ein. Auf Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie Putin den Schauspieler zur Begrüßung umarmte. Das russische Fernsehen zeigte die beiden Männer beim Abendessen und wie sie dabei über Depardieus neuen Film diskutierten, in dem er den russischen Mönch Grigori Rasputin spielt.

Der Schauspieler Depardieu hatte Frankreich wegen der geplanten Reichensteuer von 75 Prozent für Einkommen über eine Million Euro den Rücken gekehrt und am Donnerstag die russische Staatsbürgerschaft angenommen. In Russland gibt es einen einheitlichen Steuersatz von 13 Prozent.

Depardieu würdigte Russland als „große Demokratie“. „Ich liebe euer Land Russland abgöttisch, seine Menschen, seine Geschichte, seine Schriftsteller“, schwärmte der 64-Jährige in einem offenen Brief an das russische Volk, aus dem die französischen Medien am Freitag zitierten.

Der Fall Depardieu hat in Frankreich einen Skandal ausgelöst. Nachdem der hoch bezahlte Filmstar wegen der neuen Reichensteuer in Frankreich im Dezember seinen Wohnsitz nach Belgien verlegt hatte, nannte ihn Premierminister Jean-Marc Ayrault „ziemlich erbärmlich“. Daraufhin kündigte Depardieu an, seinen französischen Pass zurückzugeben.

dapd

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