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Ivy Quainoo startet seit ihrem Sieg bei „The Voice of Germany“ durch.

Ivy Quainoo: Ihr Leben nach "The Voice"

Frankfurt/Main - „Einfach machen und gar nicht so viel drüber nachdenken“: Die Siegerin von „The Voice of Germany“, Ivy Quainoo, erzählt im Interview über ihr Leben nach der Castingshow.

Manchmal kann es sehr schnell gehen im Leben: Nach dem Abitur im vergangenen Jahr dachte die Berlinerin Ivy Quainoo noch darüber nach, erst einmal freizumachen, „zu joggen und vielleicht auch mal zu verreisen“. Doch dann kam der Sieg in der etwas anderen Casting-Show „The Voice of Germany“, danach wurde in acht Tagen ein komplettes Album aufgenommen, zurzeit absolviert sie einige Fernsehauftritte, und im Mai startet die erste Tournee.

„Ich habe ja vorher nicht so aktiv und professionell Musik gemacht, das ist für mich auf jeden Fall schon was Neues“, erzählt Quainoo im dapd-Gespräch. „Aber ich bin da immer sehr entspannt, anstatt mich da jetzt komplett verrückt zu machen. Ich muss auch dazulernen und vor der Tour bin ich auch ein bisschen nervös. Aber ich denke, dass das gut gehen wird, und für mich persönlich auch. Also: Einfach machen und gar nicht viel darüber nachdenken.“

"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show

"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show

Einfach machen, aber nicht machen lassen: Quainoo gibt sich zwar als lernbegierige Schülerin, weiß aber auch ziemlich genau, was sie mit ihrer ungewöhnlichen Stimme will. Für die 13 Songs ihres Anfang März erschienenen Debütalbums sei gar nicht die gesamte gebuchte Studiozeit benötigt worden: „Wir waren acht Tage im Studio. Ich glaube, wir hatten da doch einen längeren Zeitraum gehabt, waren aber eben in acht Tagen fertig. Ja, es ging eigentlich leichter als gedacht.“

Das hängt wohl nicht zuletzt damit zusammen, dass Quainoo schnell entscheidet. „Ich habe da kein besonderes Kriterium, außer dass der Song zu mir passen muss. Also, wenn ich einen Song höre und der Meinung bin, das ist nichts für mich, dann kann ich den auch nicht singen. Der muss jetzt nicht eine gewisse Stilrichtung haben. Vorrangig muss er mir gefallen und zu mir passen.“

Dank an BossHoss

Natürlich werde Soul immer ein Teil ihrer Musik sein, sagt sie. Aber auch der Melodienzauber eines Burt Bacharach könne sie gewinnen. Zusammen mit ihren Mentoren BossHoss nahm sie Bacharachs „I Say A Little Prayer“ für ihr Debüt auf. „Also besonders bin ich auch BossHoss dankbar, weil sie eben auch Songs covern und aber eine komplett eigene Version daraus machen.“

Denn zum Schreiben eigener Lieder sei die Zeit dann doch zu knapp gewesen. „Wir haben uns zusammengesetzt und Songs gehört - und da habe ich auch ein Mitspracherecht“, erzählt sie. „Natürlich ging das relativ schnell, aber es läuft so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ja, und freie Zeit habe ich natürlich auch.“

Nun laufen die Tourvorbereitungen mit Band - sich als Live-Act zu präsentieren ist das nächste große Ziel. Mit den Singles „Do You Like What You See“ und „You Got Me“ sowie den anderen Songs ist die Grundlage geschaffen. Und dann werde man sehen, ob es beim nächsten Album auch Eigenkompositionen geben werde. „Ich denke mal, das kommt zunächst einmal darauf an, wie schnell das nächste Album kommen wird. Bei der Studioarbeit hatten wir auch schon ein bisschen angefangen zu schreiben. Und ich denke, dass man das vielleicht auch weiterführen kann fürs nächste Album. Aber ob und wieviel das sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.“

Ivy auf Tour

Tourdaten: 15.5. Hamburg (Große Freiheit), 17.6. Leipzig (Parkbühne), 18.5. Berlin (Tempodrom), 19.6. Bochum (Ruhrcongress), 21.5. Köln (E-Werk), 22.5. Hannover (Capitol), 23.5. Mannheim (Rosengarten), 25.5. München (Circus Krone), 26.5. Stuttgart (Liederhalle), 27.5. Frankfurt/Main (Jahrhunderthalle)

dapd

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