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Die Milliardärin Susanne muss wahrscheinlich vor Gericht gegen den Betrüger aussagen.

Quandt-Erbin Klatten als Zeugin vor Gericht?

München - Die Milliardärin Susanne Klatten und drei weitere Frauen müssen sehr wahrscheinlich vor Gericht gegen ihren früheren Liebhaber, den mutmaßlichen Betrüger und Erpresser Helg S., aussagen.

“Wenn der Beschuldigte die Vorwürfe nicht vollumfänglich einräumt, müssen die vier Geschädigten vor Gericht erscheinen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Anton Winkler, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es sei aber Sache des Gerichts, die Zeuginnen zu laden, nicht der Anklagebehörde.

Zuvor hatte das Magazin “Focus“ berichtet, dass die vier Opfer wohl vor Gericht aussagen müssten. Indessen zeigte sich Susanne Klatten bereit, vor Gericht zu erscheinen. “Wenn eine Ladung des Gerichts erfolgt, wird Frau Klatten aussagen“, sagte ihr Sprecher der “Bild am Sonntag“.

Helg S. könnte sich durchaus gegen die Anklagepunkte wehren, zumal ein mutmaßlicher Komplize des Schweizers vor wenigen Tagen in Italien aus Mangel an Beweisen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Anklage und Verteidiger sind sich laut “Focus“ einig, dass Details der Beziehungen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt werden.

Der mutmaßliche Erpresser soll Klatten, aber auch andere reiche Frauen, umgarnt und zur Zahlung hoher Summen bewegt haben. Im Fall Klatten drohte er später auch mit der Veröffentlichung heimlich gedrehter Videos von intimen Treffen. Die 46 Jahre alte verheiratete Mutter dreier Kinder, die öffentliches Aufsehen zeitlebens gemieden hat, entschloss sich daraufhin, zur Polizei zu gehen. Helg S. wurde vor einem Jahr in Vomp in Österreich festgenommen und sitzt seit März vergangenen Jahres in München in Untersuchungshaft.

Der Prozess gegen Helg S. beginnt am 9. März vor dem Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Schweizer in vier Fällen Betrug in besonders schwerem Fall sowie in zwei Fällen zudem versuchte Erpressung in besonders schwerem Fall vor. Betrug wird mit bis zu 10 Jahren Haft geahndet, auf vollendete Erpressung stehen bis zu 15 Jahre.

dpa

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