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Sorge um die Queen nach Krankenhaus-Aufenthalt - weitreichende Änderungen kündigen sich an

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Von: Anna Lehmer

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Königin Elizabeth II. und Premierminister Boris Johnson treffen während eines Empfangs für Delegierte der Global Investment Conference auf Schloss Windsor mit Teilnehmern zusammen.
Queen Elizabeth II. muss nach gesundheitlichen Problemen ihren Terminkalender radikal verändern. © IMAGO/ZUMA PRESS/Alastair Grant

Queen Elizabeth denkt noch lange nicht an ihre Rente, doch mit ihren 95 Jahren muss sie aufgrund gesundheitlicher Probleme jetzt kürzer treten. Ihr Terminkalender soll radikal verschlankt werden.

London - Der Terminkalender ist voll, die rote Kiste mit den offiziellen Papieren nie leer: Queen Elizabeth regiert seit knapp 70 Jahren Tag für Tag ihr britisches Reich. Urlaub hat sie nur selten, ihre wohlverdiente Sommerpause verbringt sie auf Schloss Balmoral. Seit ihrer Rückkehr aus den „Happy Holidays“ hat sie bereits 15 königliche Termine wahrgenommen, inklusive einer Reise nach Ascot und vielen Audienzen. Die Queen nimmt ihren Job als Staatsoberhaupt sehr ernst, doch nun machen ihr gesundheitliche Probleme zu schaffen. Sie muss mit ihren 95 Jahren kürzertreten.

Queen Elisabeth: Strategie zur Arbeitsentlastung des Staatsoberhauptes

Nach Informationen der britischen Zeitung Daily Mail arbeiten derzeit hochrangige Mitarbeiter des Buckingham Palace an einer Strategie, die die Queen entlasten soll. Nach ihrem Krankenhausbesuch rückten diese stark in den Fokus der Kritiker, da sie die Öffentlichkeit über den tatsächlichen Zustand der Monarchin getäuscht hätten. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie nicht darüber informiert hätten, dass die Königin in das King Edward VII's Hospital in London eingeliefert wurde und dort über Nacht für etliche Untersuchungen bleiben musste. Der Palast behauptete zunächst, dass die Queen sich zu Hause auf Schloss Windsor ausruhte, doch der Schwindel wurde schnell aufgedeckt und die offizielle Nachricht eines Krankenhausaufenthalts herausgegeben. Zuvor hatte sie bereits eine wichtige Reise absagen müssen.

Zudem wurde der enge Vertraute und Privatsekretär der Königin, Sir Edward Young, beschuldigt, „rücksichtslos“ den Terminkalender der Queen vollgestopft zu haben, ohne auf ihre Gesundheit zu achten. Aufgaben, die nicht in ihren Bereich fallen, sollen deshalb in Zukunft keinen Platz mehr im Monarchen-Kalender finden. Dazu soll eine sogenannte „Kernliste“ erstellt werden, die die wichtigsten Ereignisse der kommenden 12 Monate beinhaltet. Ein sicherer Platz wird wohl ihrer eigenen Feier zur 70-jährigen Regentschaft im Juni eingeräumt, denn ein Platin-Jubiläum erreicht schließlich nicht jeder Monarch.

Queen Elizabeth
Die britische Königin Elizabeth II. zeigte sich erstmals mit Gehstock in Wales. © Jacob King/PA Wire/dpa

Britische Königin: Unterstützung soll sie von ihrer Familie erhalten

Für das britische Königshaus wird es immer schwieriger, den Wunsch der Königin und die Wünsche ihres Landes in Einklang zu bringen. Sie möchte unbedingt weiter ein aktives Staatsoberhaupt sein, doch die Familie fordert hingegen den Schutz ihrer Gesundheit. Eine mögliche Lösung könnte da die permanente Begleitung der Queen durch eines ihrer Kinder oder Enkelkinder sein. Die Königin soll von nun an bei öffentlichen Auftritten nie alleine sein, um zu vermeiden, dass eine Veranstaltung aufgrund künftiger Gesundheitsprobleme abgesagt werden muss. Der Sunday Telegraph berichtete davon, dass ein anderes Mitglied der britischen Königsfamilie, wie beispielsweise Prinz Charles oder Prinz William, einspringen wird, falls Queen Elizabeth Hilfe benötigt.

Wie die Daily Mail schrieb, sei die Queen laut Buckingham Palace „weiterhin guter Dinge“, dass sie so weitermachen kann, wie bisher. Ein Insider hätte der Zeitung jedoch etwas anderes geschildert: „Ihr privates Büro schaut sich ständig ihren Terminkalender an und passt ihn an, wenn es nötig ist.“ Es ist schließlich nicht zu vergessen, dass die britische Königin 95 Jahre alt ist und nicht mehr das tun kann, „was vor 10 oder 20 Jahren von ihr erwartet wurde“, so Joe Little, Chefredakteur des Majesty-Magazins und royaler Experte. (ale)

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