Königin Elizabeth II. - 65 Jahre auf dem Thron
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Rekord-Monarchin Queen Elizabeth II

Keine Königin regierte länger

Queen Elizabeth II: Leben und Karriere der Rekord-Monarchin

Queen Elizabeth II ist die am längsten regierende Monarchin im britischen Königshaus.

  • 2022 feiert Queen Elizabeth II ihr Platinjubiläum für eine Regierungszeit von 70 Jahren
  • Ihr ältester Sohn Prinz Charles ist laut Stammbaum der nächste Anwärter auf den Thron
  • Die Live-Übertragung ihrer Krönung 1953 setzte ein Zeichnen für moderne Veränderungen

London – Ihr Amtsantritt kam überraschend und hielt ebenso überraschend lange an: Queen Elizabeth II (*21.04.1926) ist die am längsten regierende Monarchin der britischen Königsfamilie und stellt damit einen Rekord von 70 Jahren auf. Eine lange Zeit, in der viel geschah. Durch Queen Elizabeth II begann ein Umdenken innerhalb des britischen Königshauses und machte die Familie beliebter denn je. Doch wer hat als nächstes Anspruch auf die britische Krone?

Queen Elizabeth II: Wie lange ist sie Monarchin im britischen Königshaus?

Queen Elizabeth II wurde am 21. April 1926 als Tochter von König George VI (56, † 1952) geboren. Ihr Vater starb am 6. Februar 1952. Damals war Elizabeth 26 Jahre alt. Da sie laut der Thronfolge die rechtmäßige Erbin der Krone war, wurde sie automatisch durch den Tod ihres Vaters die regierende Monarchin im britischen Königshaus. Seitdem ist Queen Elizabeth II das Oberhaupt der Königsfamilie und damit die am längsten regierende Monarchin in Großbritannien.

Im Jahr 2022 feiert Queen Elizabeth II ihr Platinjubiläum – durch eine Amtszeit von insgesamt 70 Jahren. Zu diesem Anlass ist in Großbritannien ein viertägiges Feiertagswochenende geplant, das sehr wahrscheinlich im Juni stattfinden wird. Für das viertägige Wochenende wird der Frühlingsfeiertag Ende Mai auf Donnerstag, den 2. Juni verschoben und ein zusätzlicher Feiertag am Freitag, den 3. Juni erstellt.

Queen Elizabeth II: Der Stammbaum regelt die Thronfolge

Innerhalb der Königsfamilie regelt der Stammbaum die genaue Thronfolge. Dabei muss auch die Reihenfolge der Geburten sowie die Blutlinie beachtet werden. Sollte Queen Elizabeth II abdanken oder versterben, ist der rechtmäßige Erbe auf den Thron ihr ältester Sohn Prinz Charles. Danach folgt dessen ältester Sohn Prinz William mit seinen drei Kindern. Erst wenn diese Linie ausgeschöpft ist, weil Mitglieder des britischen Königshauses den Titel ablehnen oder versterben, geht der Anspruch auf den zweiten Sohn von Prinz Charles, Prinz Harry, über.

Unabhängig davon, dass Harry und Meghan ihre königlichen Pflichten zu Beginn 2020 niedergelegt haben, bleibt die Reihenfolge der Thronerbschaft unberührt. Fraglich ist jedoch, ob es je dazu kommen und ob das Paar den Titel dann überhaupt annehmen wird. Da Queen Elizabeth II mit ihrem Ehemann Prinz Philip (99, † 2021) insgesamt vier Kinder hat, bildet der Stammbaum eine große Verzweigung rechtmäßiger Erben.

Queen Elizabeth II: Das sind die Top 10 Thronfolger laut Stammbaum

  • 1.      Prinz Charles, Prinz von Wales (ältester Sohn der Queen)
  • 2.      Prinz William, Herzog von Cambridge (ältester Sohn von Prinz Charles)
  • 3.      Prinz George, Prinz von Cambridge (ältester Sohn von Prinz William)
  • 4.      Prinzessin Charlotte, Prinzessin von Cambridge (Tochter und zweites Kind von Prinz William)
  • 5.      Prinz Louis, Prinz von Cambridge (Sohn und drittes Kind von Prinz William)
  • 6.      Prinz Harry, Herzog von Sussex (zweitältester Sohn von Prinz Charles)
  • 7.      Archie Harrison Mountbatten-Windsor (Sohn von Prinz Harry)
  • 8.      Prinz Andrew, Herzog von York (drittes Kind von Queen Elizabeth II)
  • 9.      Beatrice Elizabeth Mary (erstes Kind von Prinz Andrew)
  • 10.  Eugenie Victoria Helena (zweites Kind von Prinz Andrew)

Trotz der genauen Reihenfolge der Thronerbschaft wünschen sich die Briten lieber den jüngeren Prinz William als König als den eigentlichen Kronenanwärter Prinz Charles. Grund ist vor allem das hohe Alter des Prinzen. Zu seinem 72. Geburtstag veröffentliche das britische Königshaus eine Bilderreihe von Queen Elizabeth II und Prinz Charles als Baby sowie ein aktuelles Foto der Monarchin mit ihrem Sohn.

Queen Elizabeth II: Ihre Krönung

Die Krönung von Queen Elizabeth II fand erst über ein Jahr nach ihrem Amtsantritt am 2. Juni 1953 im Westminster Abbey statt und wurde von einem Millionenpublikum an den Fernsehgeräten verfolgt. Londons Straßen waren voll mit Menschen, die die Queen sehen wollten. Diese Krönung war das erste Mal, dass alle Menschen in Großbritannien an solch einem ehrwürdigen Event teilhaben durften. Die Ausstrahlung im Fernsehen sorgte bereits im Vorfeld für Kontroversen in der Regierung. Dennoch blieb die Königin fest entschlossen, alle an ihrer Krönung teilhaben zu lassen.

Der Rest der Krönung verlief genau so, wie es die Etikette vorschrieb. Dabei wurde auch die sagenumwobene Edwardskrone verwendet, die tatsächlich nur für den Akt der eigentlichen Krönung eingesetzt werden darf. Das Programm verlief insgesamt drei Stunden, vollgepackt mit Ritualen und Feierlichkeiten. Insgesamt war es ein strategischer Schachzug, der die Menschen näher an die Monarchie brachte.

Queen Elizabeth II: So war ihre Regierungszeit

Eigentlich war Queen Elizabeth II nie direkt für den Thron vorgesehen. Zwar war auch sie innerhalb der Thronfolge berechtigte Erbin, war aber erst an dritter Stelle. Eine Lebenssituation des damalig amtierenden Königs Edward VIII (77, † 1972) änderte die Umstände drastisch: Im Jahr 1936 dankte er der Krone ab, um die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson (89, † 1986) zu heiraten. Da Edward kinderlos war, ging die Thronerbschaft an seinen Bruder König George VI über – und nach dessen Tod an Elizabeth.

Von da an begann eine Regierungszeit, in der sie sich mit einigen negativen Ereignissen, wie Terror, Katastrophen und Verlust, beschäftigten musste. Ihre Regierungszeit war auch geprägt von zahlreichen Ereignissen, die großen politischen Einfluss auf die Außenwirkung Großbritanniens nahmen.

Queen Elizabeth II: Auf diese Weise stabilisierte ihre Regierungszeit Verbindungen der Länder

Ein Staatsbesuch in Westdeutschland 1965 verhalf beispielsweise zu einer Versöhnung beider Länder. Queen Elizabeth II festigte die Beziehung zu den USA, indem sie viel Zeit mit Präsident Ronald Reagan (93, † 2004) und seiner Frau Nancy (94, † 2016) verbrachte. Während einer königlichen Tournee durch Australien und Neuseeland mit Philip und Prinzessin Anne im Jahr 1970 widersetzte sich Queen Elizabeth II Jahrhunderten königlicher Tradition, als sie einen gemütlichen Spaziergang unternahm, um die Menschen persönlich zu begrüßen, anstatt ihnen aus geschützter Entfernung zuzuwinken.

Queen Elizabeth II: Ihre Bildung und Erziehung

Angeblich bestand die Bildung von Queen Elizabeth II aus Unterricht von 9:30 bis 11:00 Uhr und Aktivitäten im Freien oder Tanzunterricht mit einer Ruhezeit von anderthalb Stunden. Ihre Mutter und ihre Großmutter Queen Mary (85, † 1953) brachten ihr die königliche Etikette bei. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr beschränkte sich ihre Ausbildung auf Lesen, Schreiben, Französisch und Klavier. Nachdem ihr Vater 1936 König geworden war und Elizabeth die mutmaßliche Erbin wurde, begann sie Verfassungsgeschichte und Recht zu studieren und nahm Religionsunterricht beim Erzbischof von Canterbury.

Queen Elizabeth II erzog ihre eigenen Kinder nicht ausschließlich zu Hause im Buckingham Palace. Sie soll sich für ihren Nachwuchs eine formellere Bildung und ein Studium gewünscht haben. Viele Menschen interpretieren die Entscheidung der Königin, ihre Kinder zur Schule zu schicken, als Signal dafür, dass sie selbst gern eine formellere Ausbildung gehabt hätte. Ihr Sohn, Prinz Charles, war der erste Erbe des britischen Throns, der die Universität besuchte und einen Abschluss machte.

Queen Elizabeth II: Wie viel Macht hat sie tatsächlich?

Die britische Königin hat politisch betrachtet keine direkte Macht, sondern fungiert vor allem als Repräsentantin. Nach der britischen Verfassung hat Queen Elizabeth II aber einige Befugnisse und Privilegien. Ein einfaches Beispiel ist ihre Fähigkeit, das Parlament einzuberufen und zu verlängern, indem sie im Wesentlichen parlamentarische Sitzungen eröffnet und schließt. Wenn das Parlament Gesetze erlässt, muss die Königin die vorgeschlagenen Gesetzesvorlagen unterzeichnen, bevor sie in Kraft treten können.

Außerdem ist Queen Elizabeth II der Oberbefehlshaber des britischen Militärs, und alle britischen Soldaten müssen ihr einen Eid schwören, bevor sie offiziell beitreten. Zudem besitzt sie die Macht, den Krieg zu erklären – natürlich erst nach Rücksprache mit den entsprechenden Ministern.

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