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Queen Elizabeth II.: Eindringling verbringt Nacht bei ihrer Leibgarde

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Von: Annemarie Göbbel

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Ein Eindringling, der sich als Priester ausgab, hat sich Zutritt zur Kaserne der Coldstream Guards, der Leibgarde Queen Elizabeths II. verschafft. Neben Schloss Windsor verbrachte er unbemerkt die Nacht.

Windsor – Der falsche Priester aß und trank mit den Soldaten der britischen Königin, bevor ihm auch noch ein Bett für die Nacht angeboten wurde. Nun laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, um die Lücke zu dem laut „Guardian“ „außergewöhnlichen Sicherheitsverstoß“ zu finden. Kein Fremder sollte der Monarchin ohne Weiteres so nahe kommen können.

Queen Elizabeth II.: Eindringling verbringt Nacht bei ihrer Leibgarde

Glücklicherweise hatte Queen Elizabeth II. (96) die Ostertage in Sandringham verbracht und war nicht in Windsor. So konnte die alarmierte Polizei den dreisten Täter in der Victoria-Kaserne in der Sheet Street – nur fünf Gehminuten vom Schloss entfernt – in Gewahrsam nehmen. Dort sind die berühmten Coldstream Guards beherbergt, die eine zeremonielle Rolle als Beschützer von Schloss Windsor und dem Buckingham-Palast haben. Jeder kennt die Garde, die für ihre unverwechselbaren roten Jacken und schwarzen Bärenfellmützen bekannt sind.

Queen Elizabeth II. muss den Sicherheitsstandard um Schloss Windsor erhöhen.
Queen Elizabeth II. muss nun die Sicherheitsvorkehrungen um Schloss Windsor erhöhen (Symbolbild). © Andy Rain/dpa

Berichten in den Medien zufolge wurden die Soldaten am Tor von einem Mann angesprochen, der sich als Father Cruise vorgestellt habe. Er gab an, ein Freund des Bataillons-Paters Rev. Matthew „Matt“ Coles zu sein. Er soll laut „Guardian“ die Nacht mit hochrangigen Offizieren beim Essen und Trinken verbracht haben, obwohl er sich weder ausweisen noch legitimieren konnte. Er blieb über Nacht.

Queen Elizabeth II.: Zum Thronjubiläum sollte die Alarmbereitschaft erhöht sein

Gegenüber dem britischen Fernsehsender „TalkTV“ bezeichnete ein Insider den Vorfall als „außergewöhnlichen Sicherheitsverstoß“. Die Quelle fügte hinzu, der Mann habe in der Offiziersmesse „mit den Jungs gescherzt“ und ihnen Lügengeschichten über seinen Dienst im Irak erzählt.

Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass der Vorfall „vorrangig und gründlich untersucht“ werde und dass die Armee die Sicherheitsverletzung sehr ernst nehme. Erst am nächsten Morgen flog der Eindringling auf und die Polizei wurde alarmiert. Der Vorfall sei nun Teil einer laufenden Untersuchung. Unbestätigten Berichten zufolge sei der Mann kein Unbekannter, er gelte als geistig krank und ließ sich auch ohne Weiteres von den Beamten mitnehmen.

Nur einen Monat vor dem großen Thronjubiläum 2022 der Queen ist diese Nachricht besonders bitter. Auch wenn durch Zufall zu keinem Zeitpunkt ein Risiko für die Regentin bestand, sollte bereits volle Alarmbereitschaft bestehen. Immerhin werden Rekord-Besucherzahlen an den Feiertagen in der Hauptstadt erwartet.

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