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Neue Rassismus-Vorwürfe gegen die Royals: Diesmal nicht von Harry und Meghan

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Von: Veronika Silberg

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Die Queen trifft der nächste Skandal: Wieder wird dem britischen Königshaus Rassismus vorgeworfen. Neu aufgedeckte Unterlagen zeigen brisante „Sonderregel“.

London - „Wir sind keine rassistische Familie“, verteidigte William Anfang des Jahres noch das britische Königshaus. Erstmals gingen offene Rassismus-Vorwürfe durch die internationalen Medien. Auslöser des Skandals war das viel beachtete Interview der beiden Königshaus-Aussteiger Prinz Harry und Herzogin Meghan.

Mit der amerikanischen Talkshow-Legende Oprah hatten sie über den Druck innerhalb der königlichen Familie gesprochen, über Mental Health und eben auch über rassistische Äußerungen. Letztere sollen speziell von einem, nicht genannten Familienmitglied gekommen sein. Der Skandal traf den Buckingham Palace mit voller Wucht und entlockte sogar Queen Elizabeth höchstpersönlich ein öffentliches Statement. Doch kaum hat sich der Rauch gelegt, kochen bereits die nächsten Anschuldigungen hoch.

Königin Elizabeth II. besucht «HMS Queen Elizabeth» - Neue Rassismus-Vorwürfe gegen die Royals
Gerade erst hatte Queen Elizabeth II die Vorwürfe von Harry und Meghan verdaut. © Steve Parsons/dpa

Rassismus-Vorwürfe gegen die Queen: Brisante Dokumente zur Anstellung „farbiger Einwanderer oder Ausländer“

Schon seit geraumer Zeit recherchiert die britische Zeitung The Guardian zum verborgenen Einfluss der Queen auf britische Gesetzesinhalte sowie eine „obskure Parlamentsprozedur“ der königlichen Familie. Beim Durchforsten der nationalen Archive stießen sie nun auf brisante Dokumente zur Anstellung „farbiger Einwanderer oder Ausländer“.

Die Papiere beschreiben, wie der Chef-Financier der Queen den Bediensteten deutlich machte, dass es tatsächlich nicht die Praxis sei, „farbigen Einwanderern oder Ausländern“ im Palast klerikale Positionen zu ermöglichen. Als Bedienstete oder Haushaltspersonal durften sie dagegen dienen. Dieses „Gesetz“ soll im Buckingham Palace noch bis in die späten 1960er-Jahre gegolten haben, also auch unter Queen Elizabeth. Eine Formulierung, die zweifellos neue Rassismus-Vorwürfe in den Raum stellen dürfte.

Ausnahme-Regeln für die Queen: Kontroverse Gesetzesklauseln aufgedeckt

Hinzu kommen undurchsichtige und kontroverse Gesetzesklauseln, die das Königshaus aushandelte, um bestimmte Gesetze zu umgehen. Dass die Queen einen Sonderstatus im britischen Rechtssystem hat, dürfte keine große Überraschung sein. Doch auch diverse Gleichberechtigungsgesetze, die seit den 60ern in Großbritannien eingeführt wurden, scheint der Palast umgangen zu haben. Eigentlich können Betroffene beispielsweise klagen, wenn sie aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe nicht eingestellt werden. Bei Mitarbeitern der Queen ist das nicht der Fall.

Bisher ist nicht klar, bis wann die fragwürdigen Gesetze galten. Auch hat sich der Buckingham Palace noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. (vs)

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