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Queen spricht vom "Auf und Ab" des täglichen Lebens

- London - In einer von persönlicher Trauer sowie Freude über das 50. Thronjubiläum geprägten Weihnachtsansprache hat Königin Elizabeth II. (76) angedeutet, dass sie als britische Monarchin eines der bisher schwersten Jahre hinter sich hat. "Es war ereignisreicher als alle anderen Jahre, an die ich mich erinnern kann", sagte die Queen mit typischem Understatement in der traditionell am 1. Weihnachtstag ausgestrahlten Fernsehansprache.

 Die "Times" wertete die Äußerungen der Queen als "ungewöhnlich offen." Der "Daily Telegraph" sprach von einer "zutiefst persönlichen Botschaft."<P>Ohne direkt auf die Turbulenzen der letzten drei Monate einzugehen, in die das Königshaus nach dem gescheiterten Prozess von Prinzessin Dianas Ex-Butler Paul Burrell gestürzt war, sagte die Queen. "Es ist manchmal schwierig, im Auf und Ab des täglichen Lebens die langfristige Perspektive zu wahren." Sie werde aber auch künftig versuchen, den Sinn für das Wesentliche zu behalten und "das zu tun, was richtig ist." Eine Sprecherin der Queen hatte zuvor das verflossene Jahr für das Königshaus mit dem Auf und Ab einer Achterbahn verglichen.</P><P>Die Königin sprach von den "herben persönlichen Verlusten" durch den Tod ihrer Mutter, der "Queen Mum", die Ende März im Alter von 101 Jahren starb, und ihrer jüngeren Schwester Margaret (71) im Februar. "Beide spielten in meinem Leben eine große Rolle", betonte sie. Ihre tiefe Trauer sei aber durch die Feiern zu ihrem 50. Thronjubiläum im Sommer gemildert worden, bei denen ihr Zustimmung, patriotischer Stolz und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entgegengebracht worden seien.</P><P>Nach einer Umfrage hat sich das Interesse der Traditionsansprache der Queen an die Bevölkerung "Großbritanniens und des Commonwealth" in den letzten zehn Jahren halbiert. Die 10-minütige Rede, die einst den Höhepunkt des britischen Weihnachtsfestes markierte, wurde laut dem MORI-Institut im Jahr 2001 von nur 9,8 Millionen Zuschauern am Fernsehen verfolgt. Zehn Jahren davor waren es noch 20 Millionen. Laut BBC konnte die Queen in den Nachkriegsjahrzehnten regelmäßig von einer Zuhörerschaft von etwa 30 Millionen Menschen ausgehen.</P><P>Am 1. Feiertag hatte die Queen zusammen mit Prinz Philip (81) und ihren Kindern den Gottesdienst in der Kapelle von Schloss Sandringham (Grafschaft Norfolk) besucht, wo die Königsfamilie traditionell Weihnachten feiert. Entgegen der üblichen Praxis ließ sich die Queen wegen einer Sehnenzerrung am Knie in ihrem Rolls Royce die etwa 300 Meter zu der Kapelle chauffieren, während die übrigen Familienmitglieder - darunter Prinz Charles und seine beiden Söhne - zu Fuß gingen. </P><P>Am Montagabend hatte der Buckingham-Palast mitgeteilt, dass die Königin sich am vergangenen Freitag eine Knieverletzung zugezogen hatte. Berichte, sie sei bei einem Privatbesuch in der Stadt Newmarket (Suffolk) gestürzt, wurden nicht bestätigt. Die Queen humpelte beim Kirchgang leicht, brauchte aber keinen Stock. Vor Weihnachten waren Berichte über einen angeblichen Sturz von Prinz Philip energisch zurückgewiesen worden.</P><P>Vor der Kapelle von Sandringham hatten sich etwa 300 Anhänger der Königsfamilie versammelt. Der Amerikanerin Marlene Ponce (42) gelang es dabei, unter eine Sicherheitsabsperrung hindurchzukriechen und Prinz William (21) zu umarmen. Sie übergab dem ältesten Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana Pralinen und eine Karte mit der Aufschrift: "Wir lieben Dich." Ponce, die als Bedienstete auf einem US-Stützpunkt bald in ihre Heimat zurückkehrt, sagte anschließend: "Das hat für mich Weihnachten ausgemacht."</P>

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