Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Die schwarzen Zöpfe stehen ihr gut: Radost Bokel als Nscho-Tschi

Radost Bokel holt das Lasso raus

Lennestadt - Im Dschungelcamp musste Schauspielerin Radost Bokel (37) pürierte Kakerlaken essen. Ganz andere Herausforderungen warten bei den Karl-May-Festspielen auf sie.

Sie ist heuer die prominenteste Darstellerin, wenn in zwei Wochen (23. Juni) in Lennestadt-Elspe die neue Karl-May-Saison mit dem Stück „Winnetou I“ beginnt. Dort übernimmt die Schauspielerin die Rolle von Winnetous Schwester Nscho-Tschi. Vor einigen Tagen hat die 37-Jährige mit den Proben begonnen. „Es ist schon sehr anspruchsvoll“, sagte sie am Freitag. Insbesondere vor den Pferden habe sie Respekt.

Zwei Monate habe sie intensiv Western-Reiten gelernt. „Ich bin zwar als Kind geritten und auch gesprungen, aber nach 20 Jahren sieht das doch anders aus. Da denkt man sich: Hui, da kannst du doch runterfallen.“ Nicht nur die Pferde seien eine Herausforderung: „Auch das Schießen macht mir etwas aus. Wenn man auf der Bühne daneben steht, ist das schon sehr laut und tut in den Ohren weh.“

Die besten "Dschungelcamp"-Sprüche

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Sie sei aber stolz, die Rolle spielen zu dürfen. „Ich bin ein großer Karl-May-Fan.“ Als Kind habe sie heimlich die Winnetou-Filme gesehen. Zur Vorbereitung auf die Rolle habe sie sich die alten Streifen erneut angesehen. „Bei der Musik läuft es mir kalt den Rücken runter.“ Auf der Naturbühne im Sauerland wird sie 52 Mal in den Armen Old Shatterhand sterben.

Die Verfilmung von Michael Endes „Momo“, in der sie als Elfjährige in der Titelrolle spielte, habe sie dagegen schon lange nicht mehr komplett angesehen. „Nur Ausschnitte mit meinem kleinen Sohn. Da hat mein Mann gefragt, wer denn das ist. Der hat mich nicht erkannt.“

Von ihrem Aufenthalt im RTL-Dschungelcamp habe sie profitiert, erzählte sie am Rande der Probe. „Vorher kannten mich wegen "Momo" nur Menschen ab 35 Jahren. Jetzt werde ich auch von den Kiddies angesprochen.“ Kritik wegen ihres Dschungel-Camps habe es keine gegeben. „Viele sagen, ich hätte mich gut geschlagen.“ Als Kind sei sie eher von anderen Kindern wegen ihrer Momo-Rolle gehänselt worden.

Bis zum Ende der Festival-Saison in Elspe hat Bokel gemeinsam mit ihrem Sohn Tyler jr. und ihrem Ehemann, dem Soulmusiker Tyler Woods, im Sauerland Quartier bezogen. Karl May soll ihrer Karriere neuen Schwung geben, sagt die 37-Jährige. Sie hoffe, nach Elspe auch wieder mehr im Fernsehen oder Film machen zu können.

dpa

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