Rätsel um verschollenen Saint-Exupéry offensichtlich gelöst

Paris - Das Rätsel um den 1944 verschollenen französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry ist offensichtlich endgültig gelöst. Der einstige Kampfpilot Horst Rippert habe erklärt, den Schöpfer des "Kleinen Prinzen" am 31. Juli 1944 abgeschossen zu haben.

Das berichtete die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Es sei in der Nähe der südfranzösischen Hafenstadt Toulon passiert, zitierte die Zeitung Rippert vorab aus einem Buch über Saint-Exupérys Verschwinden, das diese Woche in Frankreich in den Handel kommen soll. Der 88-jährige Rippert ist ein Bruder des Ende Februar verstorbenen Sängers Ivan Rebroff.

Rippert erkläre in dem Buch, er habe ein "feindliches Flugzeug" ins Visier genommen. Saint-Exupéry sei in einer P38 Lightning unter ihm geflogen. "Wenn ich gewusst hätte, wen ich vor mir habe, hätte ich niemals geschossen, niemals!" Saint-Exupéry sei sein Lieblingsautor und ein Vorbild für viele deutsche Piloten gewesen. "Er hat den Himmel und die Gedanken und Gefühle der Piloten wundervoll beschrieben", sagte Rippert. "Seine Arbeit hat viele von uns dazu gebracht, Piloten zu werden."

Saint-Exupéry war 1944 zu einem Aufklärungsflug zur Vorbereitung der Invasion der Alliierten gestartet und nicht mehr zurückgekommen. Im Jahr 2000 wurden Teile seines Flugzeugs vor der Mittelmeerküste gefunden, die aber erst 2004 endgültig identifiziert wurden. Der 1900 in der mittelfranzösischen Stadt Lyon geborene Schriftsteller und Pilot ist mit der illustrierten Erzählung "Der kleine Prinz" berühmt geworden. Das aus dem Jahr 1943 stammende Buch hat sich weltweit mehr als 80 Millionen Mal verkauft.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Taschenliebe zwischen Manie und Verzicht
Die Beziehung zu Taschen ist so vielfältig wie das Angebot und nicht nur für Männer ein Mysterium. Auch "Taschenliebe" gibt keine Antworten, aber enthält viele …
Taschenliebe zwischen Manie und Verzicht
Darum wollte Shakira ihre Karriere beenden
Seit über zehn Jahren verzaubert Shakira ihre Fans mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Doch offenbar stand ihre Karriere kurz vor dem aus - und das aus durchaus …
Darum wollte Shakira ihre Karriere beenden
Riesiges Süßwasser-Aquarium in der Schweiz eröffnet
Krokodile, Piranhas, Fellchen: Ein riesiges neues Süßwasser-Aquarium und Vivarium in der Schweiz zeigt Tiere und Ökosysteme aus aller Welt.
Riesiges Süßwasser-Aquarium in der Schweiz eröffnet
Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer
Jimmy Carter (93), George Bush Sen.(93), Bill Clinton (71), George W. Bush (71) und Barack Obama (56) nahmen gemeinsam an einem Benefizkonzert in College Station teil. …
Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer

Kommentare