„Für mich ist es ganz einfach“: Harald Schmidt positioniert sich im Fall Till Lindemann
In der Debatte um Rammstein-Sänger Till Lindemann melden sich immer mehr Prominente zu Wort. Beim „Sonntags-Stammtisch“ im BR äußerte sich nun auch Kult-Entertainer Harald Schmidt.
Dachau – Die Vorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann (60) sorgen seit Ende Mai kontinuierlich für Schlagzeilen, doch trotz nicht enden wollender Diskussionen ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Bis etwas eindeutig bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung – der 60-Jährige selbst wies die Anschuldigungen per Anwalt bereits Anfang Juni zurück. Dazu, wie es im Fall Lindemann jetzt weitergehen sollte, hat auch Late-Night-Legende Harald Schmidt (65) eine eindeutige Meinung.
Harald Schmidt bleibt in Debatte um Rammstein-Sänger Till Lindemann größtenteils sachlich
Die Debatte um Till Lindemann sei „das Thema der Woche, das ganz Europa beschäftigt“, so Hans Werner Kilz (79), als er 11. Juni seine „Sonntags-Stammtisch“-Folge eröffnete. Dort gastierte neben Co-Grünen-Chefin Ricarda Lang (29) auch Komiker Harald Schmidt, der während der Münchner Rammstein-Konzerte sogar „im selben Hotel“ wie die Band gewohnt hatte. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Dieter Nuhr (62), der wegen eines Witzes über „Rammstein-Aftershow-Orgien“ viel Kritik hatte einstecken müssen, blieb Harald Schmidt größtenteils sachlich.
Es herrsche „jetzt auch viel Aufregung im Konjunktiv“, so der aus dem schwäbischen Neu-Ulm stammende 65-Jährige. Worte wie „angeblich“, „Insider sagen“, „soll“, „es wird behauptet“ seien ein großer Teil der Debatte – Klarheit herrsche aber noch immer nicht. Es sei demnach im Interesse aller Beteiligten, „das jetzt juristisch anzugehen“. Auch zu den umstrittenen Aftershowpartys äußerte er sich: Eine Einladung zu diesen werde „von vielen echt total angestrebt“.
„Und dass dort nicht nur Mikado gespielt wird und Laubsägearbeiten gefertigt werden, kann man sich auch denken“, so Harald Schmidt weiter. Vorrangig für die Debatte um Till Lindemann sei vor allem eine Frage: „Passiert dort was, das strafrechtlich relevant ist? Oder ist das halt dann auch eine private Entscheidung, ob ich dahin gehe?“
Harald Schmidt bezieht Position in Till-Lindemann-Diskussion: „Kein Rock-spezifisches Problem“
Seine Position im Fall des Rammstein-Sängers machte Harald Schmidt danach noch einmal überdeutlich: „Für mich ist es ganz einfach: Ist da was Kriminelles passiert oder nicht? Der Rest ist viel Vermutung und viel persönliches Verhalten und private Moralvorstellungen.“ Grenzüberschreitungen wie die, welche derzeit Till Lindemann vorgeworfen werden, seien allerdings „kein Rock-spezifisches Problem“, so der Schauspieler und Moderator abschließend.
Meine news

Er sei früher auf „Parteitagen unter Alkoholeinfluss zu später Stunde“ ebenfalls Zeuge von derartigem Fehlverhalten geworden. Inzwischen sei das allerdings „alles Vergangenheit“. Brandaktuell bleibt dahingegen die Debatte rund um das Gesellschaftsproblem Sexismus: Das sei „weder neu noch ungewöhnlich“, kritisierte jüngst Sarah Bosetti (39) in ihrem Beitrag zur Till-Lindemann-Debatte. Verwendete Quellen: Sonntags-Stammtisch (BR/ARD Mediathek; Ausgabe vom 11. Juni 2023)