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Bob Dylan bekommt Ärger mit der Justiz.

Wegen Interview

Rassistisch? Folk-Legende Bob Dylan verklagt

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New York - Musik-Ikone Bob Dylan setzt sich seit den Sechzigern für Menschen-und Bürgerrechte ein. Umso mehr wundert es, dass ausgerechnet er wegen einer "rassistsichen Äußerung" verklagt worden ist.

Mit Liedern wie "Blowing in the wind" wurde er zu einer der Schlüsselfiguren der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Mit seinen oft politischen Songs setzte sich Bob Dylan für Frieden und gegen die Diskriminierung von Minderheiten ein. Dabei scheute sich der heute 62-Jährige nie, offen auszusprechen, was er dachte. Das hat ihm jetzt massiven Ärger mit dem Rat der Kroaten in Frankreich eingebracht.

Wie die "International Business Times" (ITB) berichtet, hat das Gremium den Sänger angeklagt, weil er in einem Interview mit der französischen Ausgabe des "Rolling Stone" zum "Hass gegen das kroatische Volk" aufstachele.  

Auf die Frage, wie er die Entwicklung Amerikas seit dem Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert sehe, in dem der Norden des Landes gegen den Süden für die Abschaffung der Sklaverei kämpfte, sagte Dylan: "Dieses Land ist ist besessen von Hautfarben. [...] Schwarze wissen, dass es heute noch Sklaverei gäbe, wenn es nach dem Willen einiger Weißer ginge. Sie können es spüren, wenn das Blut eines Sklavenbesitzers oder eines Mitglieds des Ku-Klux-Klans in dir fließt. [...] Genau so wie Juden Nazi-Blut spüren können - oder Serben das Blut von Kroaten."

Der Generalsekretär des Rats der Kroaten, Vlatko Maric, regte sich über diesen letzten Satz auf: "Das ist ein Aufruf zum Hass. Man kann nicht kroatische Kriminelle mit allen Kroaten vergleichen.“ Gegen Dylan als Sänger oder den "Rolling Stone" selber habe er jedoch nichts, betonte Maric.

Die französischen Behörden haben laut dem Blatt Ermittlungen aufgenommen, die bis zu achtzehn Wochen dauern könnten. Im Falle einer Verurteilung droht dem 62-Jährigen, der erst kürzlich mit dem französischen Verdienstorden ausgezeichnet worden war, eine Geldstrafe. Auch das Magazin selbst muss mit einer Klage rechnen. In Frankreich sind die Regelungen zur Meinungsfreiheit weniger liberal als in den USA, so die IBT.

Die Anschuldigungen gegen die Folk-Ikone verwundert umso mehr, als das umstrittene Interview bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht worden war.

hn

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