Lou Reed spielt "Berlin" in Berlin

Berlin - Nach 34 Jahren hat Rock-Legende Lou Reed eines seiner wichtigsten Werke, das Album "Berlin", am denkbar angemessensten Ort auf die Bühne gebracht: An der einstigen Grenze zwischen dem Ost- und Westteil Berlins, im Tempodrom am Anhalter Bahnhof, führte der Sänger und Gitarrist seinen monumentalen Song-Zyklus aus dem Jahr 1973 auf.

Mit kleinem Orchester, Chor und siebenköpfiger Band wurden Lieder wie "Caroline Says" oder "Sad Song" in wuchtigen Versionen präsentiert. Im Mittelpunkt der euphorisch aufgenommenen Re-Animation des Rock-Klassikers stand das rau-virtuose Gitarrenspiel von Reed und seinem Partner Steve Hunter.

Die damalige "Mauerstadt" Berlin stand für den US-Amerikaner Reed Anfang der 70er Jahre nach eigenen Worten "als Metapher für Eifersucht, für Zorn und Sprachlosigkeit". So hörten sich die zehn Songs des Albums damals auch an: pessimistisch und morbide. Die düstere Platte wurde erst spät als Schlüsselwerk der Solo-Karriere des Velvet-Underground-Sängers rehabilitiert und jetzt von Reed selbst für eine erfolgreiche "Berlin"-Konzerttournee wiederentdeckt. Im Berliner Konzert klangen die Songs nunmehr versöhnlicher, teilweise auch zart und anrührend.

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