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Scharfe Kritik aus Malawi: Madonna, hier bei ihrem Besuch in dem südafrikanischen Land, soll ihre Berühmtheit und ihren Reichtum benutzt haben, um eine Sonderbehandlung zu erhalten.

Zoff eskaliert

Madonna: Malawis Präsident lügt!

Blantyre/Malawi - Gab Madonna in Malawi die Diva? Die Regierung des südafrikanischen Landes hat den Popstar scharf kritisiert. Jetzt hat die Sängerin ebenso deutlich geantwortet.

Die Popsängerin hatte vergangene Woche bei einem Besuch in dem bitterarmen Binnenland im Süden Afrikas die Regierung mit ihrem Auftreten verärgert. Der US-Star hatte sich nach Berichten malawischer Medien unter anderem darüber beschwert, dass er bei seinem Besuch nicht als VIP behandelt worden sei. Bei ihrer Abreise mussten Madonna, ihre Kinder sowie die Entourage ganz normal durch die Sicherheitskontrollen des Flughafens.

Madonnas Erwartungen und Ansprüche erinnerten an einen Versuch von „Erpressung“, heißt es in einer am Donnerstag in Lilongwe veröffentlichten Mitteilung des Präsidialamtes. „Madonna möchte, dass Malawi ihr für ihre humanitären Aktionen auf ewig dankbar ist.“ Freundlichkeit sei aber etwas Freiwilliges, das man nicht einfordern könne. Wenn Freundlichkeit nicht mehr freiwillig und still daherkomme, „dann ist es etwas anderes - Erpressung ist das nächste, an was es erinnert“.

Madonna, die zwei Kinder aus Malawi adoptiert hat und mehrere Hilfsprojekte im Land unterstützt, widersprach den Vorwürfen heftig und nannte sie „lächerlich“. „Ich bin betrübt, das Malawis Präsidentin sich entschieden hat, Lügen darüber zu verbreiten, was wir erreicht haben, über meine Absichten und wie ich mich persönlich während meines Besuchs in Malawi verhalten habe“, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Stellungnahme Madonnas. Sie werde an ihrem Engagement für die Kinder in Malawi festhalten.

Madonna unterstützt mit der Organisation „Raising Malawi“ seit vielen Jahren Projekte in Malawi. Allerdings gab es wegen angeblich verschwundener Millionenbeträge heftige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Angestellten von „Raising Malawi“ und der Organisation; zumindest einige der angekündigten Projekte wurden nie umgesetzt. Malawis Bildungsministerin Eunice Kazembe hatte bereits am Mittwoch heftig der Behauptung von Madonna widersprochen, sie habe in Malawi zehn Schulen gebaut. Es handele sich lediglich um den Ausbau von bestehenden Schulen.

dpa

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