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Pete Docter fand durch öde Klassikkonzerte zur Kreativität. Foto: Jörg Carstensen

Regisseur Pete Docter: Langeweile macht kreativ

Berlin (dpa) - Regisseur Pete Docter ("Die Monster AG") sieht in Langeweile auch etwas Positives. "Kinder müssen gelangweilt sein, um kreativ zu werden", sagte der 46-Jährige dem Nachrichtenmagazin "Focus". Das sei inzwischen schwierig, weil Kinder und Jugendliche ständig von "Handy und Computer abgelenkt" seien.

Er selbst hat auch Erfahrung mit Langeweile: "Meine Eltern nahmen mich als Kind einmal die Woche ins Klassikkonzert mit. Ich saß da zwei Stunden angeödet von Bach oder Vivaldi und fing an, auf die Programmhefte zu zeichnen", sagte der Filmemacher. "Und mein Hirn begann, die schönsten Fantasien auszumalen: Was wäre, wenn der Tuba-Spieler umfallen würde oder die Saiten bei der Geige reißen würden?"

Docters Film "Oben" (2009) holte den Oscar als bester Zeichentrickfilm. Sein neues Werk "Alles steht Kopf" startet am 1. Oktober im Kino.

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