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Am Dienstag soll das Strafmaß für den Leibarzt von Michael Jackson festgesetzt werden

Richter setzt Strafmaß für Michael Jacksons Arzt fest

Los Angeles - Drei Wochen nach dem Schuldspruch gegen Michael Jacksons früheren Leibarzt soll diesen Dienstag in Los Angeles das Strafmaß verkündet werden. Warum die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe fordert.

Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Mediziner Conrad Murray könnte bis zu vier Jahre Gefängnis bekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte vor Gericht die Höchststrafe beantragt. Die Verteidigung reichte bei Richter Michael Pastor einen Antrag ein, den 58-jährigen Herzspezialisten auf Bewährung frei zu lassen.

Nach einem sechswöchigen Prozess sprach eine Jury den Arzt am 7. November schuldig, den Popstar im Juni 2009 mit einer Überdosis Narkose- und Schlafmitteln fahrlässig getötet zu haben. Murray war gleich nach dem Schuldspruch in Handschellen abgeführt worden. Seine Anwälte scheiterten mit dem Versuch, ihren Mandanten bis zur Verkündung des Strafmaßes auf Kaution aus der Haft zu holen.

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Richter Pastor lehnte das ab: “Es ist eine Tat, an deren Ende der Tod eines Menschen stand. Eine Freilassung kann ich deshalb nicht verantworten.“ Nach diesem Machtwort des Richters prophezeiten Prozessbeobachter eine harte Linie bei der Festsetzung der Strafe.

Die Staatsanwaltschaft verlangt die Höchststrafe, weil Murray nach ihren Worten nicht wie ein Arzt sondern wie ein Drogenhändler agierte, der dem Sänger - der an Schlafstörungen litt - täglich das starke Narkosemittel Propofol spritzte. Zudem habe Murray keine Reue für seine Taten und Fehler gezeigt, sondern vielmehr seinem Opfer die Schuld zugewiesen.

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Während des Prozesses argumentierte die Verteidigung, dass Jackson selbst zu der tödlichen Dosis griff, als sein Arzt nicht im Raum war. Murrays Anwälte kündigten nach dem Schuldspruch an, in Berufung gehen zu wollen. Hunderte Fans des Sängers waren vor dem Gerichtsgebäude in Jubel ausgebrochen, als der Jury-Spruch “schuldig“ bekanntwurde. Jacksons Eltern und einige seiner Geschwister erlebten die Urteilsverkündung im Gerichtssaal mit.

Im Falle einer Haftstrafe gehen Rechtsexperten davon aus, dass der Arzt nur einen Bruchteil der Zeit hinter Gitter verbringen muss. Wegen Überfüllung der Haftanstalten in Kalifornien werden viele Insassen ohne Vorstrafenregister vorzeitig entlassen. Murray, der als Arzt zuvor nie straffällig geworden war, könnte auch unter Hausarrest gestellt werden.

dpa

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