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Eduardo Paes hätte nur zu gerne, dass Woody Allen in Rio einen Film dreht.

Trotz Sozialprotesten

Rio will Woody Allen Millionen-Dreh schenken

Rio de Janeiro - Obwohl es seinem Land wirtschaftlich schlecht geht, will Rio de Janeiros Bürgermeister Eduardo Paes für seine Obsession für Woody-Allen-Filme tief in die Taschen greifen.

"Koste es, was es wolle", dass der berühmte US-Filmemacher einen seiner Filme in der Zuckerhut-Metropole drehe, sagte Paes der brasilianischen Zeitung "O Globo". "Ich werde 100 Prozent der Produktionskosten zahlen", versprach das Stadtoberhaupt. Allen hatte zuletzt eine Reihe seiner Filme in berühmten Großstädten spielen lassen: London, Barcelona, Paris und Rom.

Paes zeigte sich wild entschlossen, Rio dieser illustren Liste hinzuzufügen. "Ich wünsche mir so sehr, dass er kommt. Ich habe schon alles Mögliche getan", sagte der Bürgermeister der Zeitung. "Ich habe mit seiner Schwester gesprochen. Ich habe ihm über (den spanischen Stararchitekten Santiago) Calatrava, der in New York sein Nachbar ist, eine Botschaft geschickt." Mit Kritik an seinem Plan, "Woody die verlangten Millionen" zu geben, werde er schon fertig, versicherte Paes.

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In Brasilien gibt es seit rund zwei Monaten Sozialproteste, die zunehmend gewalttätiger werden. Im Juni waren Millionen Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Korruption und Verelendung zu protestieren. Der Zorn der Demonstranten richtet sich auch gegen Milliardenausgaben des Staats für Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2016 in Rio. Anfang August drangen regierungskritische Demonstranten in ein Regierungsgebäude in der Metropole ein.

AFP

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