Robbie Williams "bestreikt" Musikkonzern EMI

London - Popstar Robbie Williams (33) "bestreikt" seine Plattenfirma EMI nach einem Inhaberwechsel aus Protest gegen geplante Entlassungen und Streichungen bei den Werbeausgaben. Der Sänger ("Feel") werde deshalb sein nächstes Album zurückhalten, erklärte Williams Manager Tim Clark nach Angaben der "Times" vom Freitag.

Der neue EMI-Besitzer Guy Hands, dem das Beteiligungsunternehmen Terra Firma gehört, benehme sich wie ein "Plantagenbesitzer", wetterte Clark. Hands verstehe nichts vom Musikgeschäft und habe sich mit EMI nur den Glanz von Prominenten erkaufen wollen, während er wichtige Mitarbeiter auf die Straße setze. Williams unterstützte deshalb Protestaktionen mehrerer Stars, zu denen auch die Rockband Coldplay gehört.

Williams hat über EMI seine bisherigen Alben rund 70 Million Mal verkauft. Er soll im September ein neues Album vorlegen. Erst zu Wochenbeginn hatte er auf seiner Internet-Seite erklärt, er wolle etwas kürzertreten: "Es wird wohl in diesem Jahr kein richtiges Album geben und definitiv keine Tour. Die letzte hat mich fast umgebracht." Er wolle lediglich "einige B-Seiten für das nächste Album zunächst mal online veröffentlichen." Erst 2009 könne ein echtes neues Album folgen. Dabei war von einem Protest gegen EMI noch keine Rede gewesen.

Der neue EMI-Eigentümer will nach eigenen Angaben bis 2012 die Ausgaben für das Marketing der Stars um 28 Millionen Pfund kappen (rund 37 Millionen Pfund). 2008 sei auch ein Stellenabbau unter den weltweit 5500 Beschäftigten wahrscheinlich, hieß es. Hands, der sich den britischen Traditionskonzern inklusive übernommener Schulden vier Milliarden Pfund kosten ließ, sieht sich angesichts rapide sinkender CD-Verkäufe zu einem rigorosen Sparkurs gezwungen.

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